Keine Lösung im Notenstreit

VN Titelblatt / 29.01.2020 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Freundliche Worte, aber keine Vereinbarung bei Pädagogengipfel.

Bregenz, Lustenau Ob die Lehrer der dritten Schulstufe an der Volksschule Lustenau Kirchdorf tatsächlich die gesetzlich vorgeschriebene Ziffernnotengebung zur Leistungsbeurteilung boykottieren, bleibt offen. Beim pädagogischen Krisengipfel mit dem Direktor der Schule, Christoph Wund, in der Bildungsdirektion gab es keine Vereinbarung. Er wisse nicht, wie die Sache enden werde, räumte der Schulleiter ein. Die Lehrer wollen ihren Drittklässlern zum Zeichen der Ablehnung der Ziffernnotengebung einheitlich Zweier in allen Fächern geben. Andreas Kappaurer, pädagogischer Leiter der Bildungsdirektion Vorarlberg, signalisierte zwar Verständnis für die Lehrer der Volksschule, ließ aber keinen Zweifel daran, dass die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten seien. Mit seinen Experten will er schon bald an der Volksschule Kirchdorf vorstellig werden und bei den Pädagogen Überzeugungsarbeit leisten.

Zu möglichen Sanktionen gegen Schule und Lehrer im Falle einer tatsächlichen Ausführung des Boykotts wollte sich Kappaurer nicht äußern.

„Wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und fordern Autonomie für Schulen. Sie sollten entscheiden dürfen, wie sie die Notengebung handhaben“, erklärte Christoph Wund. Die Zeit drängt. Schon bald müssen die Schulnachrichten für das erste Semester ausgestellt werden. »A3

„Wir wollen mit unserer Aktion ein Zeichen setzen und fordern Autonomie für Schulen.“