Wallner führt Atom-Widerstand

VN Titelblatt / 03.01.2022 • 22:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vorarlberger Landeshauptmann mobilisiert Bund und Länder.

Bregenz Seine Position als frischgebackener Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz will der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner für ein koordiniertes Vorgehen Österreichs gegen die Atompläne der Europäischen Union nutzen. Er hat den Entwurf einer Resolution in die Wege geleitet, mit dem Ziel, alle neun Landeshauptleute hinter einer klaren Haltung gegen die Atomkraft zu vereinen. Auch der Bund soll sich dieser Haltung anschließen. „Es müssen alle maßgeblichen Kräfte in diesem Land diese klare Haltung teilen“, gibt sich Wallner kämpferisch. Er sehe sich zudem der Vorarlberger Tradition des Widerstands gegen die Atomkraft verpflichtet.

Die Erfolgschancen im Kampf gegen die Anerkennung der Atomkraft als klimafreundliche Art der Energiegewinnung scheinen eher gering. Die Atomkraftgegner sind in der EU in der Minderheit. Dem Politologen Andreas Maurer zufolge könnten sich Luxemburg und Dänemark Österreich bei einer möglichen Klage anschließen. Er sieht „ganz klar“ eine Renaissance der Kernenergie in Europa. »A3

„Es müssen alle maßgeblichen Kräfte im Land diese klare Haltung teilen.“

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