Erstes Urteil im Bludenzer Wahlkartenskandal

VN Titelblatt / 27.01.2022 • 22:22 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Dreimonatige Haft auf Bewährung für Wahlhelferin.

Bludenz Eine 28-jährige Frau ist am Bezirksgericht Bludenz wegen Urkundenfälschung und Wahlbehinderung zu einer dreimonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Die Wahlhelferin hatte im Kommunalwahlkampf zur Bürgermeisterdirektwahl in Bludenz 2020 mit gefälschten Anträgen Wahlkarten abgeholt, im Fall einer dreiköpfigen Familie füllte sie die Stimmzettel auch gleich aus. Vor Gericht räumte die Frau, die Wahlhelferin für das Team des SPÖ-Kandidaten Mario Leiter war, ein Fehlverhalten ein. Der Richter bekräftigte in der Urteilsbegründung, dass das Wahlrecht als heilig hochzuhalten sei und nicht unterwandert werden dürfe. Die Verteidigung erbat sich Bedenkzeit, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig. »A6

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