Inflationswunder über der Grenze

VN Titelblatt / 07.11.2022 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schweiz: 3,0 Prozent bedeuten bereits zweiten Rückgang in Folge.

Zürich Die Schweiz ist damit international gesehen in Bezug auf die Inflation eine Insel. Dort ist die Inflation im Oktober weiter auf 3,0 Prozent gesunken. Das ist bereits der zweite Rückgang in Folge. Im August hatte die Inflation den zumindest vorläufigen Höhepunkt bei 3,5 Prozent erreicht und lag damit auf dem höchsten Stand seit fast dreißig Jahren. Die Gründe sind vielfältig. Zum einen ist die Währung stark. „Wenn der Schweizer Franken aufwertet, werden importierte Güter für Verbraucher billiger“, sagt Alexander Rathke von der Konjunkturforschungsstelle der Universität ETH. Zudem deckt die Schweiz ihren Strombedarf fast ganz aus Wasser- und Atomkraft. Nur im Winter muss die Schweiz Strom importieren. Hinzu kommt, dass die Warenkörbe sich unterscheiden, anhand derer die Inflation berechnet wird. Sie richten sich danach, wie viel Geld die Menschen im jeweiligen Land im Durchschnitt für welche Produktkategorie ausgeben. So machen beispielsweise im Schweizer Warenkorb Energiekomponenten wie Erdöl, Strom und Gas nur fünf Prozent aus. »D1

„Wenn der Schweizer Franken aufwertet, werden importierte Güter für Verbraucher billiger.“

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