Badevergnügen muss noch warten

Vorarlberg / 01.05.2015 • 21:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ende Juni soll das Walgaubad eröffnet werden.
Ende Juni soll das Walgaubad eröffnet werden.

Die Arbeiten am Sechs-Millionen-Walgaubad in Nenzing schreiten planmäßig voran.

Nenzing. (VN-sas) Die Bauarbeiten für das gemeindeübergreifende Walgaubad in Nenzing liegen im Zeitplan, wie Bürgermeister Florian Kasseroler auf VN-Anfrage informiert. „Die bauausführenden Firmen leisten Großes und arbeiten perfekt zusammen. Sonst wäre dieser Fortschritt seit dem vergangenen Herbst nicht möglich gewesen“, sagt das Nenzinger Gemeindeoberhaupt.

Der nächste Schritt wird die Entfernung der Schalungen der Sprungtürme sein. Und bald steht auch die Fertigstellung der Becken auf dem Plan der Arbeiter: Künftig haben die Besucher des Walgaubads die Wahl zwischen vier neuen Becken – einem Gesundheitsbecken, einem warm temperierten 25-Meter-Becken, einem 50-Meter-Becken sowie einem Kindererlebnisbecken mit zwei Rutschbahnen. „Der Kleinkindbereich vom alten Bad bleibt erhalten“, informiert Kasseroler. Auf der Agenda in der kommenden Woche stehen auch die Fliesenlegerarbeiten im Gebäude – „die Holzaußenfassade ist schon gut erkennbar“, betont der Bürgermeister. Anschließend werden die Plattenlegearbeiten rund um die Becken angegangen. „Und dann wird das Ganze auch schon bald wie ein Schwimmbad aussehen“, blickt Kasseroler freudig dem Frühsommer entgegen.

Fertigstellung Ende Juni

Dann nämlich, Ende Juni, ist die Fertigstellung des Großprojekts, das auf einer Fläche von eineinhalb Hektar realisiert wird, anvisiert. Zumindest, sofern auch das Wetter mitspielt. Für die Vorbereitungsarbeiten für den Rollrasen, die laut Plan Ende Mai über die Bühne gehen sollen, sei man nämlich auf gutes Wetter angewiesen. „Das wird eine heikle Phase“, sagt Kasseroler.

„Vorbildliches Konzept“

Unter dem Motto „14 Gemeinden kooperieren, 37.000 Einwohner profitieren“ werden die Kosten für das sechs Millionen Euro teure Walgaubad gemeinsam getragen: Auf die Standortgemeinde Nenzing entfallen 2,5 Millionen, 1,6 Millionen steuern die anderen Orte bei. Das Land schießt weitere 1,8 Millionen zu. Kasseroler rechnet mit rund drei Prozent Mehrkosten gegenüber dem Kostenvoranschlag aus dem Jahr 2011, „die sich primär durch den Baukostenindex ergeben haben“. Er sieht im Walgaubad ein „vorbildliches landes- und sogar bundesweites Kooperationskonzept. Aus meiner Sicht war es die einzig richtige Entscheidung, das Bad gemeinsam zu realisieren. Die Gemeinde Nenzing hätte das Schwimmbad alleine nicht stemmen können“, will er betont wissen.

Die Gesellschaft „Walgauer Freizeit und Infrastruktur GesmbH“ (WFI) hat sich das Ziel gesetzt, „gemeinsam für Freizeiteinrichtungen, die für die Menschen in der Region wichtig sind, verantwortlich zu zeichnen“, so Kasseroler. In die Verantwortung der WFI fällt auch das Naturbad Untere Au in Frastanz sowie das Freibad Felsenau.

Aktuell fehlt vom kühlen Nass zwar noch jede Spur – bald wird aber das Erlebnisbad Badegäste anlocken.  Fotos: VN/Stiplovsek
Aktuell fehlt vom kühlen Nass zwar noch jede Spur – bald wird aber das Erlebnisbad Badegäste anlocken. Fotos: VN/Stiplovsek