Deutscher Altkanzler hat etwas zu sagen

Kultur / 01.05.2015 • 22:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
   
   

Sachbuch. (jal) „Politik ist pragmatisches Handeln zu sittlichen Zwecken“, sagte der deutsche Altkanzler einst. Schnell brachte ihm dieses Credo das Image eines Machers ein. Ob bei der sogenannten Sturmflut 1962, oder während die RAF mit Anschlägen und Entführungen Deutschland in Atem hielt, blieb Schmidt stets seinem vernunftgeleiteten Pragmatismus treu. In „Was ich noch sagen wollte“ geht Helmut Schmidt auf diese schwierigen Zeiten ein, schildert aber auch persönliche Ereignisse und Erkenntnisse seines Lebens. Im einleitenden Kapitel „Frühe Prägungen“ schreibt er über seine Kindheit, seine Zeit als Wehrmachtssoldat oder die Beziehung zu seiner Frau Loki Schmidt, die 2010 nach 68 Jahren Ehe, verstarb.

Er erwähnt auch Persönlichkeiten, die sein Denken geprägt haben. Schmidt setzt auf Marc Aurels Gelassenheit, Kants Kategorischen Imperativ, Max Webers Verantwortungsethik und Karl Poppers offene Gesellschaft.

Helmut Schmidt: „Was ich noch sagen wollte“,  C.H Beck, 239 Seiten. Empfohlen von Ralph Summer (25) Jurist.