Erinnerungen

Spezial / 01.05.2015 • 19:49 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
edited by Zsolt
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Edith Kürsteiner aus Lustenau, Jahrgang 1927

„Es war mein 18. Geburtstag, als die französischen Truppen damals auf den Kirchplatz in Lustenau einmarschiert sind. In der gleichen Nacht noch kam ein betrunkener marokkanischer Soldat in unser Haus. Er bedrohte meine ganze Familie und belästigte mich. Fünf Stunden war ich in der Gewalt dieses fremden Mannes. Ich habe beharrlich gekämpft und geschrien. Schlimmeres konnte er mir letztendlich nicht antun. Aber auch mein kranker Vater wurde schwer misshandelt. Der Eindringling schlug ihn nieder, als er seine Waffe und die Uniform im Wandschrank fand. Aufgrund dieser schrecklichen Erlebnisse habe ich ein lebenslanges Trauma erlitten.“