Erinnerungen

Spezial / 01.05.2015 • 19:49 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
edited by Zsolt
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Rudolf Kuhn
aus Meiningen, Jahrgang 1923

„Als die Franzosen damals meine Heimatgemeinde Meiningen erreichten, war ich 22 Jahre und wegen einer schweren Krankheit nach Hause geschickt worden. Mit einer Glocke ging ein Gemeindeoberhaupt durchs Dorf und kündigte den Einmarsch der Truppen an. Wir mussten für die fremden Soldaten unsere Betten im Haus räumen. Ihr großes Geschütz haben sie in der Tenne versteckt. Vermutlich, damit es aus der Luft nicht zu sehen war. Verständigt hat man sich beim gemeinsamen Essen mit Händen und Füßen. Ich muss sagen, dass wir zum größten Teil in Meiningen vom Kriegsgeschehen verschont worden sind. Wir hatten einfach sehr großes Glück.“