Frech, fröhlich und ein wenig flippig

Motor / 01.05.2015 • 16:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alfa Romeo MiTo: Mit ihm klingt eine Ära aus.
Alfa Romeo MiTo: Mit ihm klingt eine Ära aus.

Das Segment der Klein-wagen entwickelt sich optisch sowie technisch bunter und vielfältiger.

Kleinwagen. Klein ist eine relative Größe. Eine, für die in der von Reglements diktierten (Auto-)Welt eigene Regeln gelten. Demnach ist ein Kleinwagen nicht bloß ein Kleinwagen, sondern entweder ein Kleinst- oder eben ein Kleinwagen. Die EU hat dafür ihre Klassifizierungen: A steht für Kleinstwagen, für Autos mit rund 3,5 Metern Länge und vier Sitzplätzen. B steht für Kleinwagen, für Fahrzeuge mit cirka vier Metern Länge und Zulassung für fünf Personen. Welche Parameter auch gelten: Die Grenzen sind fließend.

Benziner unter der Haube

Bei den Motorisierungen haben die Benziner die Oberhand. Stark vertreten sind Dreizylinder, doch gibt es neben Vierzylindern auch Zweizylinder. Vereinzelt gibt es alternative Antriebssysteme, wie Hybrid, komprimiertes Erdgas oder Batteriestrom. Die Leistungsbandbreite reicht von 60 bis zu rund 125 PS, in einzelnen Top-Versionen bis zu 231 PS.

Bei der Antriebsart setzen die Produzenten in der Regel auf Frontantrieb. Mit zwei Ausnahmen: Renault und – traditionell – Smart. Allrad ist (noch) eine Ausnahme, ein 4×4-System findet sich in diesem Segment beim Audi.

Betreffend die Architektur geht es um viel Raum auf kurzer Basis mit Schrägheck-Abschluss. Dreitürer sind die Ausnahme, die meisten sind fünftürig. Beim Design zeigen sich unterschiedliche Philosophien. Sie reichen von brav und zweckmäßig bis frech und flitzig. Stark ist der Trend zur Personalisierung, zu Kombinationen mit fröhlichen Außen- und Innenfarben sowie flippigen Dekor-Details. Ausstattungsseitig sind die Kleinen zunehmend mit „erwachsener“ Technik bedacht, mit Fahrassistenzsystemen wie vor allem City-Notstopp. Dazu kommen Infotainment- und Navigationssysteme, Einparkassistenten und Rückfahrkameras.

Die Welt der Kleinwagen ist vielfältig, die Bedeutung des A- und B-Segment steigt angesichts wachsender Städte und zunehmend knapperen Parkraums. Honda bereitet sich darauf mit der Erneuerung des Jazz vor. Die dritte Generation startet im kommenden Sommer (Preise noch nicht fixiert. Das noch aktuelle Modell kostet ab 13.530 Euro (1.2 iVTEC S, 90 PS). Dacia feiert ein Jubiläum anlässlich zehn Jahren Verkaufs in Europa, unter anderem mit dem Sandero. Er kostet in der Standard-Version ab 7590 Euro, ab 9390 Euro als „Celebration“ (1,2 16V, 75 PS). Seine Karriere demnächst beenden wird, aufgrund der kompletten Umstellung des Alfa-Romeo-Modellprogramms, der MiTo. Er kostet ab 16.320 Euro (1,4 l, 78 PS).

Auf den kommenden Seiten hat die VN einen Überblick der aktuellsten und repräsentativsten Kleinwagen zusammengestellt. Die Preisangaben beziehen sich auf die Listen-Einstiegstarife.

Honda Jazz: Start in die 3. Generation im Sommer.
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Dacia feiert zehn Jahre Verkauf in Europa – mit Sondermodellen wie dem Sandero Celebration.
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Redaktion: Michael Gasser (Ltg.), Beatrix Keckeis-Hiller

Fotos: Hersteller