Kästle wird wieder „vorarlbergerisch“

Markt / 01.05.2015 • 21:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
1997 kam das Aus für Kästle am Standort in Hohenems. Die Skifirma wurde damals an Benetton verkauft. Foto: VN
1997 kam das Aus für Kästle am Standort in Hohenems. Die Skifirma wurde damals an Benetton verkauft. Foto: VN

Skihersteller verlegt Kompetenzzentrum nach Hohenems. Übernahme von Differences.

Hohenems. (VN-reh) Kästle kehrt dorthin zurück, wo 1924 alles begann. Der Skihersteller verlegt sein Kompetenzzentrum von Wels nach Hohenems. Im ehemaligen Stammhaus werden künftig die Geschäftsführung samt Verwaltung und Marketing sowie die Entwicklung angesiedelt sein. Nur die Vertriebslogistik bleibt am Standort Wels. „Mit der Neueröffnung in Hohenems wird Kästle wieder zu einer Vorarlberger Marke“, erklärt Rudolf Knünz (63), Mehrheitseigentümer der Kästle GmbH.

Kästle wurde 1924 von Anton Kästle gegründet. 1991 wurde die Skifirma an Benetton verkauft, ehe der gebürtige Vorarlberger Rudolf Knünz Kästle im Jahr 2007 mithilfe einer Investorengruppe wiederbelebte und zurück nach Österreich holte.

Mit der Suche nach qualifiziertem Personal hat Kästle bereits begonnen. Gleichzeitig mit der Übersiedlung übernehmen die Kästle-Eigentümer auch die Mehrheit am Skihersteller Differences GmbH in Hohenems. „Die Kleinserienkompetenz von Differences wird es Kästle erlauben, mit individuell gefertigten Ski und maßgefertigtem Design auf den Markt zu kommen“, erklärt Knünz. Rainer Nachbaur, Gründer und Entwicklungsleiter, behält einen 25 Prozent-Anteil. Beide Marken bleiben nebeneinander bestehen.