Naturschutz und Landwirtschaft

Leserbriefe / 01.05.2015 • 20:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vorschlag zum Naturschutz in der Landwirtschaft: Duftender Humus aus kompostiertem Mist statt stinkender Jauche.
Vorschlag zum Naturschutz in der Landwirtschaft: Duftender Humus aus kompostiertem Mist statt stinkender Jauche.

„Weiter so“ ist die Botschaft des Leserbriefs „Naturschutz in der Landwirtschaft“, VN vom 27. 4. 2015. Die Einsicht, dass da ziemlich viel schief läuft in der Landwirtschaft, wäre ein erster Schritt zur Dialogbereitschaft und zu einer Veränderung. Wer denn die Natura-2000-Gebiete bewirtschaftet, fragt Herr Fink. Ja, es sind die Bauern, aber solange sie die Produkte aus dieser Bewirtschaftung gratis bekommen und Förderungen dafür kassieren, sehe ich da keine besondere Leistung für den Naturschutz. Das Märchen vom natürlichen Nährstoffkreislauf glaubt niemand mehr. Bei diesem massiven Futterzukauf für die Turbo-Kühe ist das Verhältnis Nährstoffe zur bewirtschafteten Fläche schon lange äußerst ungesund und geradezu tödlich für die Menschen aus Afrika, da ihnen durch Landgrabbing und den damit verbundenen Futtermittelexporten die Lebensgrundlage entzogen wird. Auch der Urwald in Lateinamerika wird großteils für den europäischen Futtermittelmarkt gerodet. Statt Unmengen stinkender Jauche zu erzeugen, könnte der anfallende Mist einem Kompostierungsprozess unterzogen werden, der duftenden Humus erzeugt. Die Wiesen könnten sich einige Jahre erholen, wieder blühen und Grundlage für vielfältige Lebensprozesse werden. Früher wurde zwei Mal gemäht, heute bis zu sieben Mal. Auf so einer Wiese würde ich als Kiebitz auch nicht brüten wollen.

Mag. Franz Ströhle,
Sonnengarten 22,

Höchst