Freundin im Streit geschlagen

Vorarlberg / 03.05.2015 • 22:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wenn die Streitereien des Paares eskalierten, schlug der 19-Jährige zu und verletzte seine Freundin.  Foto: VN/Steurer
Wenn die Streitereien des Paares eskalierten, schlug der 19-Jährige zu und verletzte seine Freundin. Foto: VN/Steurer

800 Euro Geldstrafe für 19-Jährigen, der gegen seine Freundin gewalttätig wurde.

Christiane Eckert

Feldkirch. Über ein Jahr waren der 19-jährige Arbeitslose und seine 17-jährige Freundin zusammen. Doch es gab auch immer wieder Streit und Trennung. Auseinandersetzungen, bei denen der junge Mann, der vor Gericht einen vernünftigen, friedlichen Eindruck macht, offenbar die Kontrolle verlor. Er gab dem Mädchen Ohrfeigen und teilte Faustschläge aus. Er schlug gegen Arme, Beine und Gesicht. Das Opfer trug blaue Flecken und eine geschwollene Lippe davon. Dann trennte es sich endgültig von dem Freund. Dieser belästigte und bedrohte auch noch einen Bekannten des Mädchens.

Offenbar einsichtig

„Es tut mir leid und ich habe mir gedacht, dass ich mir vielleicht Hilfe suchen sollte“, sagt der junge Mann vor Gericht. Mit der Strafe von 800 Euro ist er einverstanden. Verurteilt wird er wegen fortgesetzter Gewaltausübung und gefährlicher Drohung. „Sie müssen ihre Emotionen besser in den Griff bekommen“, macht ihm Richter Richard Gschwenter klar.

Warum er bei seiner Freundin immer wieder ausrastete und letztendlich zuschlug, statt das Gespräch zu suchen, wisse er selbst nicht, aber er sagt, dass er daran arbeiten will, es herauszufinden. Aber auch den Freund des Mädchens wird er künftig in
Ruhe lassen müssen, denn auch dieser berichtet von Übergriffen durch den Angeklagten.

Den neuen Freund bedroht

Der Angeklagte rief den Freund des Mädchens an und drohte ihm, er werde ihn nach der Schule mit einem Baseballschläger zusammenschlagen. Der Bedrohte ging letztlich zur Polizei und erstattete Anzeige. „Danach besprühte er mich nochmals mit Pfefferspray“, berichtet der Zeuge von einer angeblichen neuerlichen Attacke.

Bekommt der Verurteilte seine Ausraster nicht in den Griff, wird es nicht lange dauern, bis er erneut auf der Anklagebank Platz nehmen muss. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.