Neustart in der DTM ist gelungen

Sport / 03.05.2015 • 22:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Start zum Samstag-Rennen: Jamie Green enteilt Pascal Wehrlein und Edoardo Mortara. Foto: MAnfred Noger
Start zum Samstag-Rennen: Jamie Green enteilt Pascal Wehrlein und Edoardo Mortara. Foto: MAnfred Noger

Gelungene Premiere des neuen DTM-Rennformats. Siege an Jamie Green und Mattias Ekström.

Hockenheim. (VN-dg) Die Regeländerungen haben ihren Zweck erfüllt: Weniger Boxenstopps, mehr Rennen, lautete die Devise. Und in der Tat erlebten die Zuschauer beim Saisonauftakt in Hockenheim zwei aktionsgeladene Rennen, in denen spannende Zweikämpfe, Kollisionen und viele Überholmanöver geboten wurden.

Am Samstag feierte Jamie Green seinen ersten Sieg als Audi-Pilot. Von der Poleposition aus setzte sich der Brite schnell von seinen Verfolgern ab und ließ sich auch durch zwei Safety-Car-Einsätze, die seinen Vorsrpung jeweils wieder zunichte machten, nicht aus der Ruhe bringen. Mit vier Audi RS 5 DTM in den Top Sechs hinterließen die Ingolstädter auch insgesamt den stärksten Eindruck. Vorzeitig beendet war das Rennen für Timo Scheider. Der Wahl-Lochauer wurde bereits in der hektischen Startrunde in eine Kollision verwickelt und musste sein Auto später in der Box abstellen. Auch DTM-Debütant Lucas Auer kam mit seinem Mercedes-Benz nur 16 Runden weit, nachdem er von Martin Tomczyk (BMW) touchiert wurde.

Galavorstellung von Ekström

Im zweiten Rennen am Sonntag spielte bei einsetzendem Regen Mattias Ekström seine ganze Erfahrung aus. Der routinierte Audi-Abt-Pilot kam mit dem rutschigen Asphalt am besten zurecht, setzte sich Stück für Stück ab und gewann vor seinem Markenkollegen Edoardo Mortara, der am Samstag Vierter wurde und somit der erste DTM-Spitzenreiter der neuen Saison ist. Ein Rennen auf der Überholspur zeigte auch Gary Paffett im Mercedes-Benz. Der Brite wurde wegen eines Regelverstoßes im zweiten Qualifying auf Platz 23 strafversetzt. Mit viel Wut im Bauch gelang ihm eine Riesen-Aufholjagd, die mit einem tollen dritten Rang belohnt wurde. Großes Pech hatte erneut Scheider: In der vorletzten Runde drehte ihn Christian Vietoris (Mercedes) in der Spitzkehre um, was den Audi-Piloten die ersten Saisonzähler kostete.

Auer in Einführungsrunde raus

Miserabel lief es auch für Lucas Auer: Der 20-Jährige verabschiedete sich kurioserweise schon in der Einführungsrunde ins Kiesbett. Sein Mercedes nahm dabei so viel Schaden, dass er letztendlich nicht an den Start gehen konnte. Onkel Gerhard Berger schimpfte: „So etwas darf nicht passieren.“

Für Audi war es also ein perfektes Wochenende: Neben dem Sieg beim Sportwagen-WM-Lauf in Spa holte man sich auch beide Auftaktsiege in der DTM. Mercedes-Benz zeigte mit Platz zwei und drei durch Pascal Wehrlein und Paul di Resta am Samstag, dass man bei der Musik ist. Hausaufgaben muss BMW machen. Die beste Platzierung der Bayern gelang Martin Tomczyk mit „nur“ Platz vier am Sonntag.