Tagesprotokoll International

Spezial / 03.05.2015 • 19:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Rangun ist von den Japanern befreit. Mit massiven Bombenangriffen legt die britische Royal Navy die Stadt in Schutt und Asche. Foto: Imperial War Museum
Rangun ist von den Japanern befreit. Mit massiven Bombenangriffen legt die britische Royal Navy die Stadt in Schutt und Asche. Foto: Imperial War Museum

Lüneburg: Im Hauptquartier des britischen Feldmarschalls Bernard Montgomery in einem Zelt bei Lüneburg unterzeichnet Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg die Kapitulation aller deutschen Streitkräfte in Holland, in Nordwestdeutschland und in Dänemark. Es ist dies die letzte von mehreren Teilkapitulationen. In der „Operation Regenbogen“ werden schlagartig – obwohl der Befehl kurz zuvor zurückgezogen worden war – alle in den Häfen liegenden deutschen U-Boote selbst versenkt. 216 U-Boote (andere Quellen sprechen von bis zu 232) wurden von den Kapitänen gesprengt oder durch Öffnen der Ventile versenkt.

Hamburg: Der Reichssender Hamburg beginnt als erster unter britischer Leitung mit der Ansage „This is Radio Hamburg, a station of the allied military Government“ die erhoffte Gesamt-Kapitulation der Deutschen Wehrmacht anzukündigen.

Innsbruck: Einheiten der US-Armee, die im Juli 1943 auf Sizilien und im Juni 1944 in der Normandie gelandet waren, treffen am Brenner zusammen.

Wien: Der Wiener Bürgermeister und spätere Bundespräsident Theodor Körner verfügt die sofortige Entlassung aller nicht zum Kriegsdienst verpflichteten Beamten und Angestellten der Stadt Wien, die sich bis zum 30. April nicht zum Dienstantritt gemeldet haben. Auf Anordnung der Gemeindeverwaltung haben alle Wiener Metzger ab 8 Uhr die Fleischausgabe an die Bevölkerung zu beginnen.

Rangun: Das von der japanischen Armee besetzte Rangun in Burma (heute Myanmar) wird von den Briten befreit.

Kopenhagen: In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wird nach Unterzeichnung der deutschen Kapitulation eine provisorische Regierung gebildet.