Theoretische Chance gewahrt

Sport / 03.05.2015 • 22:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Harder Robert Weber war beim 29:22-Heimsieg über Finnland in Bregenz erfolgreichster Werfer von Österreichs Männerteam. Foto: gepa
Der Harder Robert Weber war beim 29:22-Heimsieg über Finnland in Bregenz erfolgreichster Werfer von Österreichs Männerteam. Foto: gepa

Österreichs Handballer erfüllen mit 29:22-Heimsieg über Finnland das Plansoll und bleiben im Rennen.

Bregenz. (VN-jd) Österreichs Männerteam hat die zweite von insgesamt drei Doppelrunden in der Qualifikation für die EM-Endrunde im Jänner in Polen mit dem Maximum von vier Zählern abgeschlossen. Vier Tage nach dem 26:23-Erfolg in Vantaa feierte die Equipe von ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson im Rückspiel gegen Finnland am Ende einen 29:22-Heimsieg in Bregenz.

Würdiger Gastgeber

98 Tage nach dem schmerzlichen Aus mit der 27:29-Niederlage im Achtelfinale bei der WM gegen Gastgeber und Vizeweltmeister Katar sorgten 2000 Zuschauer in der ausverkauften Handball­arena Rieden für einen mehr als würdigen Rahmen. Doch die Fans wurden beim ersten Auftritt in der Heimat nach der WM zunächst auf die Folter gespannt. Erst Lokalmatador Robert Weber gelang nach dem 0:4-Rückstand (4.) der umjubelte erste ÖHB-Treffer und Vytas Ziura schaffte in der 13. Minute erstmals den Gleichstand. Die zwischenzeitliche 10:7-Führung (18.) wurde aber bis zur Pause wieder aus der Hand gegeben, beim Stand von 14:14 wurden die Seiten gewechselt.

Wie schon im Hinspiel hatte Österreich nach Wiederbeginn dann seine stärkste Phase. Das statische Verhalten in der Abwehr wurde abgelegt und im Angriff gab es für die nun wesentlich zielorientierter agierende Truppe rund um Kapitän Viktor Szilagyi gegen die zusehens ihrem Anfangselan Tribut zollenden Skandivier nun viel mehr Chancen, die auch genützt wurden. Nach 45 Minuten lag Österreich mit 22:17 vorne, und am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 29:22-Sieg zu Buche. „Auf diesem Niveau gibt es keine leichten oder weniger leichte Gegner, und die Favoritenrolle auf dem Papier verleiht solchen Spielen immer einen besonderen Charakter. In Summe waren wir in den entscheidenden Phasen aber da, konnten rechtzeitig in den nächsten Gang nach oben schalten und sind so im Endeffekt auch verdient zu zwei Siegen gekommen“, betonte Kapitän Szilagyi.

Zwei Punkte Rückstand

An der Ausgangslage in Blickrichtung EM-Teilnahme hat sich durch die beiden Pflichtsiege nichts geändert für Österreich. Da Spanien nach dem 28:29 in Deutschland das Rückspiel zu Hause mit 26:20 die Oberhand behielt, hat Österreich zwei Zähler Rückstand auf das Führungsduo. Am 10. Juni trifft man in Innsbruck auf Spanien, vier Tage später in Kiel auf Deutschland. „Für uns hat sich nichts geändert. Wir brauchen nach den Niederlagen im Herbst in den direkten Duellen gegen die Topteams in den ausstehenden Spielen zumindest einen Sieg. Es wird sicher nicht einfach werden, doch wir glauben an unsere Chance und sind bereit, alles dafür zu geben“, betont Teamchef Johannesson kämpferisch.

Handball

12. Europameisterschaften der Männer 2016 in Polen

Zeitraum: 17. bis 31. Jänner

» Play-off, Gruppe 7

Österreich – Finnland 29:22 (14:14)

Handballarena Rieden Bregenz, 2000, Covalciuc/Covalciuc (MKD)

Zweiminutenstrafen: 3 bzw. 3

Torfolge: 4. 0:4, 13. 7:7, 18. 10:7, 21. 10:10, 36. 17:14, 45. 22:17, 52. 24:19, 55. 25:20, 58. 27:22

Österreich: Marinovic, Bauer; Alex Hermann, Ziura (4), Schmid (1), Bozovic (2), Wöss, Szilagyi (1), Posch (5), Frimmel, Kolar (1),
Weber (6/1), Bilyk (4), Wagner, Santos (4), Kirveliavicius (1)

Finnland: Roslander, Mäkelä; Koljonen (4), Joachim Broman (4/1), Forss, Karlsson (1), Helander, Weber, Sundberg (6), Benny
Broman (5), Hellakoski, Söderlund, Nyström, Thor (1), Hertola,
Remy (1)

Spanien – Deutschland 26:20 (11:8)

Leon, 4500, SR Gjeding/Hansen (DEN)

Spanien: Sterbik, Perez de Vargas; Rocas (1), Maqueda (2),
Fernandez, Tomas (3), Entrerrios (3), Aguinagalde (4), Rodriguez, Canellas (3), Morros (1), Ruesga (2), Garcia, Rivera (6), Guardiola, Dujshebaev (1)

Deutschland: Lichtlein, Heinevetter; Gensheimer (5), Lemke, Wiede, Wiencek (2), Pekeler, Groetzki (4), Weinhold (4), Schmidt (1), Musche, Wolf, Ernst (1), Rahmel, Drux (2), Pieczkowski (1)

Tabelle

1. Spanien 4 3 0 1 115: 92 +23 6

2. Deutschland 4 3 0 1 107: 96 +11 6

3. Österreich 4 2 0 2 95:100 -5 4

4. Finnland 4 0 0 4 90:119 -29 0

Bisher gespielt: Spanien – Österreich 27:16, Deutschland – Finnland 30:18, Österreich – Deutschland 24:28, Finnland – Spanien 27:34, Deutschland – Spanien 29:28, Finnland – Österreich 23:26

Die weiteren Termine

Finnland – Deutschland 10. 6., 20 Uhr in Vantaa

Österreich – Spanien 10. 6., 20.25 Uhr in Innsbruck

Spanien – Finnland 13. 6., 18.30 Uhr in Logrono

Deutschland – Österreich 14. 6., 15.15 Uhr, Kiel