Über 100-Jähriger aus Trümmern gerettet

Welt / 03.05.2015 • 22:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein nepalesischer Offizier trägt eine hilflose Frau in einen Rettungshubschrauber. Foto: EPA

Ein nepalesischer Offizier trägt eine hilflose Frau in einen Rettungshubschrauber. Foto: EPA

Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal ist bereits auf über 7100 gestiegen.

Kathmandu. Mehr als eine Woche nach dem Himalaya-Erdbeben haben Helfer nach Behördenangaben noch mehrere Überlebende geborgen. Unter ihnen sei ein wohl mehr als 100 Jahre alter Mann, sagte Innenministeriumssprecher Laxmi Dhakal am Sonntag. Auch wurden viele im Himalaya-Gebirge festsitzende Touristen ausgeflogen. Vom Mount Everest zogen quasi alle Expeditionsteams ab. Die Zahl der Toten in Nepal, Indien und China stieg auf mehr als 7100.

Der gerettete Greis sei verletzt, aber außer Lebensgefahr, sagte Dhakal weiter. Er habe seit dem Erdbeben am Samstag vor einer Woche unter den Überresten seines Lehmhauses im Dorf Kimtang im Distrikt Nuwakot gelegen. Ein Team aus nepalesischer Polizei und japanischen Rettungskräften habe ihn gefunden. „Wir glauben, dass er mehr als 100 Jahre alt ist“, sagte Laxmi. Damit hätte der Gerettete schon das schwere Erdbeben in Nepal im Jahr 1934 überlebt.

Die drei anderen Überlebenden – zwei Frauen und ein Mann – wurden im Dorf Kerabari im Distrikt Sindhupalchowk gefunden. Nepalesische Soldaten und Polizisten hätten sie am Sonntag ausgegraben, sagte der örtliche Polizist Ram Bahadur Nepali. Zwei der Überlebenden lagen unter den Überresten ihres Lehmhauses, der dritte wurde in der Nähe von einem Erdrutsch erfasst und begraben.

Regierung: Wenig Hoffnung

Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 hatte am Samstag vor einer Woche den Himalaya erschüttert – es war das schwerste Beben seit mehr als 80 Jahren. Die Regierung Nepals hatte am Wochenende erklärt, es gebe keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Deswegen sollten sich alle verfügbaren Kräfte auf die Verteilung von Zelten, Nahrungsmitteln und Medikamenten konzentrieren. Am Donnerstag waren bereits ein 18-Jähriger und eine junge Frau gerettet worden.