Asyl: Kein Gnadenakt, sondern Menschenrecht

VN Titelblatt / 04.05.2015 • 22:50 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Kanzler drängt auf EU-weite Flüchtlingsquote und erhöht die Mittel für Entwicklungshilfe.

wien. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) pochte in einer Nationalrats-Sondersitzung am Montag auf eine EU-weite Quote für die Unterbringung von Asylwerbern. Das Mittelmeer sei inzwischen ein riesiges Flüchtlingsgrab geworden. Zwar hätten sich die EU-Regierungschefs in der Vorwoche auf eine Seenothilfe geeinigt. Doch sei dies noch kein Programm für eine bessere Welt. Daher beharre er auf einer EU-Quote zur Verteilung der Flüchtlinge: „Asyl ist kein Gnadenakt, sondern ein Menschenrecht.“ In Österreich sollen zudem die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit erhöht werden, das Außenamt werde demnächst einen entsprechenden Plan vorlegen, das Geld soll durch Umschichtungen im Budget frei gemacht werden. /A4