Ein Schritt in Richtung Russland

Sport / 04.05.2015 • 22:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gegen Schweden ließ Bernhard Starkbaum nach seiner Einwechslung kein Gegentor zu – die Torsperre soll auch gegen Frankreich halten. Foto: ap
Gegen Schweden ließ Bernhard Starkbaum nach seiner Einwechslung kein Gegentor zu – die Torsperre soll auch gegen Frankreich halten. Foto: ap

Mit einem Sieg gegen Frankreich wäre für Österreich der Klassenerhalt zum Greifen nahe.

Prag. Österreichs Eishockey-Nationalteam steht nach dem ersten WM-Wochenende in Prag dank der zwei Punkte gegen die Schweiz besser da als erwartet. Die entscheidenden Spiele um den Klassenerhalt kommen aber noch, das erste heute (20.15 Uhr) gegen Frankreich. Mit einem Sieg würde die Auswahl einen Riesenschritt Richtung A-WM 2016 in Russland machen.

Teamchef Daniel Ratushny wird gegenüber dem Schweden-Spiel Änderungen vornehmen. Wie erwartet steht wieder der bisher sichere Bernhard Starkbaum im Tor, Verteidiger Mario Altmann hat sich von seinem Check gegen die USA voll erholt und gibt sein Debüt in Prag.

Ein bisschen unvorhersehbar

Zudem fordert Ratushny im bisher torlosen Powerplay mehr Schüsse. „Frankreich spielte in Unterzahl kompakt, da müssen wir mehr schießen“, sagte Ratushny. Dass die Franzosen neuerlich so undiszipliniert spielen wie bisher, erwartet er aber nicht. „Wenn eine Mannschaft viele Strafen genommen hat, reden sie normalerweise darüber und machen das beim nächsten Mal besser“, meinte der Kanadier.

Frankreich zeigte sich für Ratushny bisher „ein bisschen unvorhersehbar“, also manchmal aggressiv, manchmal eher abwartend. Wichtiger für ihn ist aber ohnehin, dass sich sein Team an die eigene Strategie hält. „Wir wollen organisiert, mit Druck und Tempo spielen“, so der Teamchef, der gestern nur ein kurzes und leichtes Eistraining angesetzt hatte. Körperliche und mentale Regeneration standen im Vordergrund.

Mit einem Sieg in regulärer Spielzeit könnte Österreich einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt machen. Dann hätte die ÖEHV-Auswahl fünf Punkte mehr als die Franzosen, die zudem noch das viel schwierigere Restprogramm haben. Bei einer Niederlage würde wohl die Deutschland-Partie zum Schlüsselspiel.

Die wichtige Phase startet

Mit solchen Überlegungen beschäftigen sich die Spieler nicht. „Wir sind froh über das erste Wochenende, aber jetzt geht es in die wichtige Phase des Turniers“, sagte Kapitän Thomas Raffl. „Das Team kann stolz sein, was wir bisher erreicht haben. Das war aber erst der Anfang“, stellte Dominique Heinrich fest.