Erdrutsch verschüttet Tobelstraße

Vorarlberg / 04.05.2015 • 22:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Geologe Walter Bauer (l.) überprüft eine Stützmauer nahe der Stelle des Erdrutsches.  Foto: VN/Hartinger
Geologe Walter Bauer (l.) überprüft eine Stützmauer nahe der Stelle des Erdrutsches. Foto: VN/Hartinger

Regen bringt Hang ins Rutschen. Schwarzachtobelstraße am Montag gesperrt.

Schwarzach. Ein Erdrutsch hat in der Nacht auf Montag die Schwarzachtobelstraße zwischen Alberschwende und Schwarzach verschüttet. Fahrzeuge wurden von den Erdmassen nicht getroffen, die Straße blieb aber bis auf Weiteres gesperrt, denn der Hang blieb den ganzen Montag über in Bewegung.

Der Erdrutsch ereignete sich nahe des Kieswerks, wenige Hundert Meter bevor die Straße in die L 202 einmündet. Auslöser war Regenwasser, das den Hang aufgeweicht hatte. Wie unberechenbar die Verhältnisse in dem Hang sein können, zeigte sich kurz nach dem Mittag. „Die Straße war schon fast freigeräumt, da kam nochmals etwas herunter“, erklärte Landesgeologe Walter Bauer, der die Situation den Tag über überwachte.

Der Berghang war am Montag in messbarer Bewegung, auch eine Stützmauer darunter drohte nicht zu halten. „Wir haben eine schwierige Situation bei dem Stützmauerwerk“, sagte Bauer. Hält es nicht, würde ein weiterer Erdrutsch folgen. Entsprechend blieb die Straße am Montag gesperrt. Wohl erst am heutigen Dienstag dürfte die Straße wieder freigegeben werden, die Beamten warten auf das Okay des Geologen, wie die VN von der PI Wolfurt erfuhren.

Schwer abzuschätzen

Die Menge an Material, die auf die Straße fiel, könne er nicht genau bestimmen, so Bauer am späten Nachmittag, die Polizei sprach beim ersten Erdrutsch von rund 100 Kubikmetern Erde und Geröll. „Wir wissen noch nicht, wo das obere Ende der Rutschung ist“, gab Landesgeologe Bauer an.

„Die Straße war am Mittag schon fast frei- geräumt, da kam nochmals etwas herunter“

Walter Bauer