Erinnerungen

Spezial / 04.05.2015 • 20:07 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Josef Salzgeber
aus Klösterle, Jahrgang 1929

„Mein Vater und ich waren eigentlich für den 1. Mai 1945 an die Schweizer Grenze einberufen worden. Ich war dazumal 16, er 57 Jahre alt. Wir entschieden jedoch, in Klösterle zu bleiben, da sich ein Ende des Kriegs abzeichnete. Als die französischen Truppen dann tatsächlich im Ort einmarschierten, stand ich am Straßenrand. Ein Offizier kam später zum Haus meiner Eltern. Er fragte nicht, wie viele Personen tatsächlich im Gebäude wohnen würden. Stattdessen schrieb er einfach die Zahl sechs über die Haustür. Wir mussten also neben der eigenen Großfamilie und drei Flüchtlingen sechs weitere Soldaten auf nehmen.“