120 Mrd. Euro
Schaden durch Hypo-Schule

Leserbriefe / 05.05.2015 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Österreichs Pflichtschulen entlassen laut weitgehend übereinstimmender Statistiken jährlich rund 10.000 junge Menschen, die größtenteils lehr-, schul- und arbeitsunfähig sind, da sie teils trotz positiver Abgangszeugnisse die Grundfähigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen nicht ausreichend beherrschen (Notendumping!) und als Begleitfolge auch über keine positive Arbeitshaltung verfügen. Derzeit betrifft dies rund 100.000 Österreicher(innen) zwischen 16 und 24 Jahren. Diese Zahl wird weiter steigen, wenn die Bildungspolitik keine Trendwende in der Schule schafft und die Leistungsanforderungen am Arbeitsmarkt aber weiter zunehmen. Da diese Menschen in der Regel nicht für sich sorgen können, werden sie die öffentlichen Haushalte pro Kopf, berechnet auf eine durchschnittliche Lebenserwartung, mit rund 1,2 Mill. Euro belasten. Das menschliche Leid, das durch das Schulversagen entsteht, ist nicht in Zahlen zu fassen. Die Super-Hypo-Schule wird somit der Öffentlichkeit einen Schaden von rund 120 Milliarden Euro zufügen. Ceterum – Österreich verfügt als eines von ganz wenigen europäischen Ländern über keinen „Nationalen Bildungsplan“, wohl aber über gleich zwei Hypo-Probleme: Die Zwerg-Hypo namens „Hypobank Kärnten“ und über die bundesweite „Mega-Mega-Mega-Hypo-Schule“.

Prof. Ernst Smole,

Blindengasse 38/34, 1080 WIEN