Ein Erfolgslauf wie gedruckt

Markt / 05.05.2015 • 22:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sandra Jehle-Troy (GF Glatz Stempel GmbH), Johannes Glatz (GF Unternehmensgruppe), Manfred Schrattenthaler (GF Glatz Klischee GmbH).
Sandra Jehle-Troy (GF Glatz Stempel GmbH), Johannes Glatz (GF Unternehmensgruppe), Manfred Schrattenthaler (GF Glatz Klischee GmbH).

Aufwärtstrend geht weiter: Glatz Unternehmensgruppe steigert auch 2014 den Umsatz.

Bregenz. (VN-reh) Das Umfeld ist derzeit kein einfaches, aber immer wieder beweisen Unternehmen, wie man sich trotzdem erfolgreich behaupten kann. So wie die Bregenzer Glatz Unternehmensgruppe, die 2014 einen Umsatz von neun Millionen Euro erzielte, ein Plus von beachtlichen 20 Prozent.

Glatz, das sind Glatz Stempel, Glatz Klischee und die erst im Jänner erworbene Humer Werbetechnik. Glatz Stempel ist einer der führenden Stempelhersteller Europas, Glatz Klischee Spezialist für Druckvorstufe und Druckformherstellung für den Verpackungsdruck und Humer Werbetechnik in Oberösterreich ebenfalls im Bereich Stempel und Beschilderungssysteme tätig. „Unsere konsequente Arbeit der letzten Jahre macht sich bezahlt“, freut sich Manfred Schrattenthaler, Geschäftsführer von Glatz Klischee, über das erfolgreiche Geschäftsjahr und erklärt die Erfolgsfaktoren. Diese liegen vor allem in der konsequenten Weiterentwicklung von Technik und Produkten.

Frühzeitig investieren

Und wie behauptet man sich in der Druckbranche, die nicht als einfach gilt? Als Zulieferer der Verpackungsindustrie laufe es besser als in anderen Bereichen, erklärt Schrattenthaler im VN-Gespräch. „Das heißt nicht, dass wir nicht auch Druck verspüren, aber wir können uns gut behaupten und überproportional wachsen.“ Das liegt vor allem auch daran, dass man das Metier gut beherrsche. Dazu gehören Qualität und Beratung genauso wie Flexibilität und Innovationen. „Dadurch können wir auch mit unseren bestehenden Kunden mitwachsen“, betont er. Genauso gehöre es dazu, frühzeitig zu investieren, um technisch in der Vorreiterrolle zu bleiben. Auch der Stempelbereich hat nach wie vor eine große Bedeutung. Man sei hier ebenfalls Vorreiter, berichtet Geschäftsführerin Sandra Jehle-Troy. „Wir sind führend im E-Procurement, das heißt was die elektronische Beschaffung von Stempeln und Visitenkarten anbelangt. Wir haben Direkt­anbindungen mit zahlreichen Großkunden. Dazu zählen unter anderem namhafte Konzerne wie Strabag oder Siemens.“

Hälfte wird exportiert

Hauptmärkte von Glatz sind Deutschland, Österreich und die Schweiz. Nahezu die Hälfte der Produkte ist mittlerweile für den Export bestimmt. 70 Mitarbeiter arbeiten an den fünf Glatz-Standorten in Bregenz, Widnau, Möhlin (CH), Wien und Ottensheim (OÖ). Die Mitarbeiter sind es auch, die für das Unternehmen letztlich die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg bedeuten. Deshalb stärkt und fördert Glatz auch das Miteinander und die Gesundheit. „Wir organisieren Kinoabende, Lauftreffs, Besichtigungen von Unternehmen und bieten unseren Mitarbeitern auch kostenlose Coachings an, wie beispielsweise zum Umgang mit Stress, Konfliktmanagement und vielem mehr“, berichtet Johannes Glatz, Geschäftsführer der Glatz Unternehmensgruppe. Für dieses Engagement gab es kürzlich eine Auszeichnung: das Gesundheits-Gütesiegel Salvus in Silber.

Den Erfolgslauf will man bei Glatz auch heuer fortsetzen. Die Zeichen dafür stehen gut. Insgesamt rechnet man für das Jahr 2015 mit einer Umsatzsteigerung von rund 13 Prozent.

Fakten

Glatz Unternehmensgruppe

» Glatz Stempel GmbH, Glatz Klischee GmbH, Glatz Klischee AG, Stempel Glatz AG, Humer Werbetechnik KG
» Umsatz 2014: 9 Mill. Euro (+ 20 %)

» Mitarbeiter: 70

» Standorte: Bregenz, Widnau (CH), Wien, Ottensheim (OÖ), Möhlin (CH)

» Exportquote: 43 Prozent