Einsatz in luftiger Höhe

Vorarlberg / 05.05.2015 • 21:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mithilfe einer Bohrlafette werden Verankerungen für die zwei Steinschlagschutznetze angebracht. Fotos: VN/Steurer
Mithilfe einer Bohrlafette werden Verankerungen für die zwei Steinschlagschutznetze angebracht. Fotos: VN/Steurer

Komplexe Hangsicherungsarbeiten bei überhängendem Fels in Bludenz-Unterstein.

Bludenz. (VN-sas) In für manchereins schwindelerregenden Höhen sind derzeit Mitarbeiter der Wildbach- und Lawinenverbauung in Bludenz-Unterstein zugange. „Vier Gebäude, darunter das Stahl- und Metallbauunternehmen Rudigier, sind vom überhängenden Fels gefährdet“, erklärt Lothar Stroppa, Partieführer im Bezirk Bludenz, weshalb die Arbeiten vonnöten sind. Die Hangsicherung, für die aktuell täglich drei bis fünf Mitarbeiter im Einsatz sind, gestaltet sich äußerst komplex: So mussten vor dem eigentlichen Beginn der Arbeiten erst Maßnahmen für die Sicherheit der Arbeiter getroffen werden.

Gestein wurde abgetragen

„Die Risse und Zerklüftungen im Fels waren stärker als ursprünglich erwartet“, sagt Stroppa. „Teilweise im Seil hängend mussten insgesamt fast 16 Kubikmeter loses Gestein händisch abgetragen werden.“ Die Größe der abgetragenen Steine reichte von einem Durchmesser von 15 bis hin zu 50 Zentimetern.

Helikopter bringt Material

In 20 bis 50 Metern Höhe mussten die Arbeiter im steilen Gelände mit bis zu 150 Prozent Hangneigung zudem ein provisorisches Baugerüst aus Holz aufbauen – dieses wird benötigt, um die Verankerungen für die zwei geplanten Schutznetze überhaupt anbringen zu können. „Alleine diese Vorarbeiten waren ein immens großer Aufwand“, betont Stroppa. Voraussichtlich in zwei Wochen können dann die Steinschlagschutznetze angebracht werden – bei der Materialzubringung wird man zum Teil auf die Hilfe eines Helikopters angewiesen sein. Mitte Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen werden, rund 345.000 Euro werden in das Hangsicherungsprojekt investiert.

Etappe 1 abgeschlossen

Aufgenommen wurden die Arbeiten in der Untersteinstraße bereits Anfang April. Die Arbeiten an der ersten Passage über einem neben der Pizzeria Giovanni befindlichen Wohngebäude konnten kürzlich abgeschlossen werden: „Eine aus Spritzbeton hergestellte Mauer stützt nun rund 140 Kubikmeter Fels bzw. 280 Tonnen Material“, informiert Stroppa.

Das steile Gelände stellt die Arbeiter auf eine harte Probe.
Das steile Gelände stellt die Arbeiter auf eine harte Probe.

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