Millionen Leidtragende und Millionenkosten

Markt / 05.05.2015 • 21:14 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Berlin. (VN) Seit Dienstag und noch bis Sonntagmorgen haben die deutschen Lokführer die Arbeit niedergelegt. Ihre Gewerkschaft GDL will Tarifverträge für alle Berufsgruppen des Zugpersonals durchsetzen, zudem höhere Einkommen und weniger Arbeitszeit. Der Ausstand trifft Millionen Pendler und Reisende mit voller Härte. Genauso die Wirtschaft. Die Kosten könnten sich auf bis zu 750 Millionen Euro summieren, so Konjunkturexperte Stefan Kipar von der BayernLB. Noch gefährlicher schätzen Ökonomen die langfristigen Folgen ein. Das Institut der deutschen Wirtschaft befürchtet nach drei bis vier Tagen Streik Produktionsunterbrechungen, weil die Logistikketten unterbrochen sind.

Laut Deutscher Bahn will man im Fernverkehr heute und am Donnerstag trotz des Streiks etwa ein Drittel des sonst üblichen Verkehrs auf die Schiene bringen.