Moskau wettert erneut gegen EU-Maßnahmen

Politik / 05.05.2015 • 22:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

moskau. (VN) Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Dienstag im Gespräch mit Österreichs VP-Außenminister Sebastian Kurz scharfe Kritik an den EU-Sanktionen gegen sein Land geübt. Die Hoffnung, dass sich Österreich für eine Aufhebung dieser einsetzt, äußerte Lawrow dabei aber nicht: „Wir werden niemandem hinterherlaufen.“

Die Sanktionen der EU gegen Russland bezeichnete Lawrow als „illegitim“ und „kontraproduktiv“. Kurz betonte, dass die Aufhebung der Maßnahmen an die Erfüllung des Minsker Abkommens über eine Waffenruhe in der Ostukraine geknüpft sei. Nur wenn Moskau sich an die Vereinbarungen halte, könne es eine Erleichterung geben, sagte Kurz, der nicht nur einen Waffenstillstand, sondern auch uneingeschränkten Zugang der OSZE-Beobachter in der Ukraine forderte. Österreich übernimmt ab 2017 den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Einseitiger Blick

Lawrow kritisierte, dass in Brüssel und manchen EU-Ländern der Eindruck herrsche, dass allein Moskau das Minsker Abkommen erfüllen müsse. Über das, was die Ukraine zu erfüllen habe, gebe es „Stillschweigen“. Er verwies darauf, dass Kiew einen Dialog mit den Separatistengebieten Donezk und Luhansk verweigere, was auch Teil des Abkommens sei.