Naturschutz und Landwirtschaft

Leserbriefe / 05.05.2015 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief von Herrn
Mag. Ströhle vom 2. Mai 2015:

Ich bin zwar kein Magister, aber über den Ablauf in der Landwirtschaft weiß ich bedeutend mehr als Sie. Was Sie hier in Ihrem Leserbrief verzapft haben, kann man nur mit Kopfschütteln ignorieren, denn von einem Herrn Magister hätte ich wohl eine bessere Meinungsäußerung erwartet, anstatt unseren bäuerlichen Beruf mit Schuldzuweisungen zu bezichtigen. Zum Beispiel Landgrabbing in Afrika, Urwaldrodung in Lateinamerika für den europäischen Futtermittelmarkt usw. Das sind meines Erachtens Meinungsäußerungen an den Haaren herangezogen. So lange man vollwertige Getreide in ganz Europa zur Erzeugung von Bioenergie verwendet, was von der europäischen Grünenpolitik befürwortet und gefördert wird, habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn unsere sogenannten Turbokühe einen guten Getreidebissen zwischen die Zähne bekommen. Was die Menschen in Afrika und Lateinamerika anbelangt, lässt man sie aus einer fehlgesteuerten bewussten Politik verhungern, denn bei der heutigen globalisierten weltöffentlichen Wirtschaft wären ansonsten solche Handhabungen bzw. Hungersnöte in unserer heutigen Wegwerfgesellschaft nicht möglich. Und zum Schluss möchte ich für die Allgemeinheit erwähnen, wenn wir für unsere Qualitätsmilch nur 60 Cent bekommen würden, könnten wir auf die ungerecht verteilten Almosen, die wir nur bekommen, wenn wir gefühlte tausend Anträge ausfüllen, für die 2/3 der Förderungen an die Verwaltung gehen, damit sie uns Bauern in der Hand haben, aus der EU verzichten.

Maria Müller,

Innertal 69, Brand