Nun kommt Rückenwind für Europa

Markt / 05.05.2015 • 22:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wirtschaft wird 2015 in der EU um 1,8 Prozent wachsen. In Österreich um 0,8 Prozent.

Brüssel. (VN) Als Rückenwind für die wirtschaftliche Erholung sieht die EU-Kommission die aktuellen Daten der Frühjahrsprognose. Demnach wird die Wirtschaft 2015 in der EU um 1,8 Prozent wachsen. Dies ist etwas mehr als die im Februar prognostizierten 1,7 Prozent. Die Eurozone kann mit einem Plus von 1,5 Prozent anstatt 1,3 Prozent rechnen. Österreich bleibt mit plus 0,8 Prozent unverändert. Für Österreich ist dies der sechstschlechteste Platz in der EU und nur Rang 23 vor Griechenland, Finnland, Kroatien, Italien und Zypern.

Für 2016 bleiben die Zahlen unverändert. Demnach kann die EU mit einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent und die Eurozone von 1,9 Prozent rechnen. Auch für Österreich bleibt das Wachstum von 1,5 Prozent stabil gegenüber der Wintervorausschau.

Erholung robuster

Der Vizepräsident für den Euro, Valdis Dombrovskis, erklärte, die Erholung der europäischen Volkswirtschaften sei deutlich robuster geworden. Dies sei ermutigend, doch müsse man sicherstellen, dass das Wirtschaftswachstum dauerhaft und nachhaltig ist. EU-Wirtschafts- und Steuerkommissar Pierre Moscovici zeigte sich noch euphorischer und meinte: „Die europäische Wirtschaft erlebt das erfolgreichste Frühjahr seit mehreren Jahren.“ Notwendig sei aber die Umsetzung der Investitions- und Reformvorhaben.

Bei der Arbeitslosenrate wird Österreich laut der Prognose 2015 mit 5,8 Prozent von seiner Spitzenposition deutlich Abstand nehmen müssen und dürfte nur mehr Platz fünf in der EU einnehmen. Die niedrigste Rate wird weiterhin für Deutschland (4,6 Prozent) ausgewiesen, die höchsten Quoten weiter für Griechenland (25,6 Prozent) und Spanien (22,4 Prozent).