Psychisch kranker 31-Jähriger drohte mit Gebäudesprengung

Vorarlberg / 05.05.2015 • 22:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Psychischer Ausnahme­zustand veranlasste jungen Mann zu unglaublichen Aktionen.

Christiane Eckert

Feldkirch. Ein halbes Jahr lang benahm sich der junge Deutsche, der bislang unbescholten und unauffällig war, höchst seltsam. Er bedrohte mehrere Personen per SMS und per Mail, stellte in Aussicht, dass er sie umbringen und dass er ein Gebäude in die Luft sprengen werde.

Falls die Geängstigten die Polizei verständigen, werde er ihnen den Kopf abschneiden. Er stellte falsche Behauptungen auf und hetzte somit völlig Unschuldigen die Polizei auf den Hals. Er verfasste Drohschreiben und malte sich die wildesten Dinge aus.

Kurioses Verhalten

Der Vater von zwei kleinen Kindern verklebte Wohnungsschlösser, steckte Papier in die Öffnungen. Er stach mit einem Messer in die Kellerdecke und verunreinigte mehrere Räume. Der Mann fälschte Urkunden und verschaffte sich unbefugterweise Zugang zu einem fremden Computersystem. Die Verteidigung erklärt, dass der Mann mit den Nerven völlig am Ende gewesen sei. Finanzielle Probleme, die Ehe ging in die Brüche, der Job wackelte, das alles sei seinem Mandanten zu viel geworden, so der Verteidiger.

In Behandlung

Der junge Mann beschönigt nichts und sieht ein, dass er sich falsch verhalten hat. Auf seine Psyche möchte er nicht näher eingehen. „Das entschuldigt nichts“, meint er. Sein Anwalt führt aus, dass der Angeklagte ein Jahr in psychiatrischer Behandlung war, lange Zeit sogar stationär. Nun habe er die Situation wieder im Griff. Als Strafe für die lange Reihe von Delikten werden zehn Monate bedingte Haft plus 1200 Euro unbedingte Geldstrafe ausgemessen.