Rund 10.000 junge Menschen machen wieder ihre Festspiele

Kultur / 05.05.2015 • 20:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sophia (17) und Philomena (14) Juen haben mit ihren kräftigen Stimmen schon im Vorfeld von crossculture überzeugt. Foto: VN/Raos
Sophia (17) und Philomena (14) Juen haben mit ihren kräftigen Stimmen schon im Vorfeld von crossculture überzeugt. Foto: VN/Raos

Im Rahmen von crossculture können Jugendliche selbst kreativ werden.

Bregenz. (VN-ram) „Stay with me“ singen Sophia (17) und Philomena (14) Juen mit kräftigen Stimmen, die so gar nicht zu den zarten Jugendlichen passen. Bereits am Dienstag boten die beiden Schwestern aus Batschuns mit eigenen Interpretationen des Sam-Smith-Songs und „I see fire“ von Ed Sheeran einen ersten Einblick, was bei der Kinder- und Jugendprogrammreihe der Bregenzer Festspiele geboten wird. „Eine große Freude“ ist crossculture für Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka, die den beiden jungen Sängerinnen beeindruckt zugehört hat. Seit 70 Jahren gibt es die Festspiele, seit 20 Jahren die Kinder- und Jugendprogrammreihe, die „mit ihrer Vielfalt Festspiele im jüngeren Zuschnitt“ sind. Im Mittelpunkt steht dabei heuer das Spiel auf dem See, die Oper „Turandot“ von Puccini.

Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 26 sehen dabei nicht nur bei den Aufführungen zu, sondern werden zu aktiven Mitgestaltern. Neben der crossculture-Woche, bei der junge Musiker gemeinsam mit Profis einen Song erarbeiten, dem inszenierten Konzert „Unterwegs nach Umbidu“ und der Blas­orchestermatinee „Brass meets Banda“ steht auch ein Orchestertausch im Rahmen der crossculture projects auf dem Programm: „Turandot“-Tenor Arnold Rawls singt am 13. Juni nicht, wie gewohnt, zu den Klängen des Orchesters der Wiener Symphoniker, sondern tritt zu den Instrumentalklängen der Bregenzer Musikschüler auf.

Die Kleinsten von sechs bis elf Jahren kommen hingegen beim traditionellen Kreativ-Workshop „Fest des Kindes“ auf ihre Kosten. Höhepunkt ist auch 2015 wieder die cross­culture night am 18. Juli, bei der Live-Bands am Vorplatz, Bühnenshows, Workshops und Führungen geboten werden.

Alle Facetten erfahren

„crossculture bietet jungen Menschen die Möglichkeit, zuzuhören, mitzumachen und darüber hinaus die Oper in allen ihren Facetten zu erfahren“, sagt die Verantwortliche für die Programmreihe, Nina Wolf. Das scheint sehr gut anzukommen: Jedes Jahr machen 10.000 junge Menschen mit, heuer seien nur noch wenige Plätze frei, sagt Wolf.

Auch Sophia und Philomena Juen sind begeisterte Teilnehmer. Bereits 2014 haben sie bei der crossculture week mitgemacht, auch heuer sind sie wieder dabei und werden bei der crossculture night auf der Bühne stehen. „Mir gefällt das ganze Umfeld, die Zusammenarbeit mit einer Band bei der crossculture week und natürlich dann der Auftritt“, sagt Sophia. Ihre jüngere Schwester Philomena pflichtet ihr bei: „Es sind einfach tolle Erfahrungen, die man macht.“

Mir gefällt das ganze Umfeld, die Zusammenarbeit mit einer Band und natürlich der Auftritt.

Sophia Juen

Crossculture-Termine

» Fest des Kindes, Kreativ-Workshop: 13. bis 18. Juli, Schule Weidach

» Crossculture-night, Jugendtag:
18. Juli, Seebühne/Festspielhaus

» Konzert „Unterwegs nach Umbidu“: 2. und 3. Juli, Seestudio/Festspielhaus

» „Brass meets Banda“, Blasorchestermatinee: 16. August, Festspielhaus

» Crossculture week: 13. bis 17. Juli, Theater Kosmos