Terrormiliz IS bekennt sich zu Texas-Anschlag

Welt / 05.05.2015 • 22:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein FBI-Ermittler dokumentiert Beweise vor dem Curtis Culwell Center, wo der Anschlag stattfand. Foto: AP
Ein FBI-Ermittler dokumentiert Beweise vor dem Curtis Culwell Center, wo der Anschlag stattfand. Foto: AP

Die Attacke auf eine Karikaturenausstellung in Texas schockt Amerika.

Washington. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Anschlag auf einen Wettbewerb von Mohammed-Karikaturen im US-Bundesstaat Texas bekannt. Zwei „Soldaten“ des IS hätten die Ausstellung angegriffen, erklärten die Extremisten über ihren Radiosender „Al-Bajan“. Weiter hieß es: „Was kommt, wird ausgetüftelter und bitterer sein.“ Die Karikaturen  hätten den Propheten Mohammed verunglimpft, hieß es zur Begründung.

Bereits 2006 verdächtig

Bei einem der Angreifer vom Sonntag soll es sich um einen zum Islam konvertierten Mann handeln, der schon vor Jahren ins Visier von US-Terrorfahndern kam. So soll der am Sonntag erschossene amerikanische Muslim Elton S. bereits 2006 die Aufmerksamkeit der US-Bundespolizei FBI auf sich gezogen haben. Grund waren seine Verbindungen zu einem Mann, der wegen Terrorismusvorwürfen verurteilt wurde. S. wurde letztendlich nur wegen eines geringfügigen Vorwurfs belangt.

Schüsse auf Ausstellung

S. hatte am Sonntag gemeinsam mit seinem Komplizen Nadir S. eine Preisverleihung der islamkritischen American Freedom Defense Initiative in Garland angegriffen, wo auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders aufgetreten war. Beide Angreifer waren bei einem Feuergefecht erschossen worden. Ein Wachmann wurde verletzt. Die American Freedom Defense Initiative hatte im Curtis Culwell Center einen Wettbewerb ausgerichtet, bei der Zeichner für die beste Mohammed-Karikatur ausgezeichnet wurden.

Als Teil der Untersuchung in dem Fall wurde eine Wohnung in Phoenix durchsucht, wie das FBI bestätigte. Elton S. war in Phoenix aktenkundig, weil er einen FBI-Agenten auf Fragen nach einer angeblich geplanten Reise nach Somalia angelogen haben soll. Auch die Mutter von Nadir S. sagte der Zeitung „The Dallas Morning News“, sie habe von den Anschlagsplänen nichts gewusst.