Warmluft oder Wiedergutmachung?

Leserbriefe / 05.05.2015 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die römisch-katholische Kirche besitzt angeblich den größten Goldschatz nach den USA, ist größte Grundbesitzerin und größte Immobilienbesitzerin in vielen Ländern. Sie verfügt über umfangreichen Firmenbesitz/Beteiligungen, Kunstschätze, Bareinlagen, Privilegien. Es genügt, wenn man bei google.de „Vatikan“ und „Mafia“ eingibt – 270.000 Treffer. Bei so viel Geld und Macht ergibt sich ein krasser Gegensatz von Worten und Taten. Dann hört man an dieser Stelle immer wie auf Knopfdruck, sie tue so viel Gutes. Davon bezahlt aber der Staat zwei Drittel. Hauptsächlich Etikettenschwindel. Hier nur eine von vielen Fragen: Was ist z. B. mit Rückgabe des erpressten Goldschatzes südamerikanischer Indios, der heute noch die Kirchen ziert? Wie wäre es, wenn die Kirche für die Nachkommen der Indios ein paar Milliarden Dollar herausrückt, statt Gold und Geld zu scheffeln, mit Kondomverboten die Leute arm zu halten und lauwarme Luft in Form lauer Entschuldigungen zu produzieren? Es wird wohl vor lauter Ungereimtheiten und Widersprüchlichkeiten der guten Mutter Kirche das Rennen so gut wie bereits entschieden sein. Durch Internet und Anwendung des eigenen Verstandes (Immanuel Kant). Durch Austritte und Rückgang der Kindertaufen und den damit einhergehenden Mitgliederschwund werden die schamlosen Kirchenprivilegien sowieso zurückgehen. Frömmlerische Rhetorikkünste hin oder her.

Franz Riedmann,

Im Speicher 6, Lustenau