Hand in Hand durch das Leben

Vorarlberg / 06.05.2015 • 18:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am 7. Mai 1955 gaben sich Anny und Johann Franz das Jawort.
Am 7. Mai 1955 gaben sich Anny und Johann Franz das Jawort.

Bregenz. Die Hand fürs Leben reichten sich Anny geb. de Martin und Johann Franz am 7. Mai 1955 zuerst vor dem Standesbeamten und anschließend in der Stadtpfarrkirche St. Gallus in Bregenz. Nach einem schönen Hochzeitsfest, zu Mittag im Gasthaus Schwanen in Dornbirn und abends im Gasthof Brändle in Bregenz, starteten die frisch Vermählten in zwei unvergessliche Flitterwochen in Singapur und Bali. „Ich hatte schon Angst vor dem Fliegen“, ist von der Jubilarin zu erfahren, „aber Johann sagte, er fliege auch alleine, das wollte ich dann doch nicht.“

Schöne Jahre

Zurück in Bregenz war das erste gemeinsame Zuhause in der Quellenstraße und seit rund 40 Jahren ist die Ranspergstraße der Lebensmittelpunkt des Paares. Anny kam als 18-Jährige von Kärnten nach Vorarlberg. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie bei Verwandten, doch sie erinnert sich nicht gerne an diese Zeit. Nach Arbeitsplätzen im Gasthaus und Privat war sie bis zur Pensionierung bei der Firma Benger als Näherin tätig.

Sie sah Johann das erste Mal im Strandbad und dachte bei sich, der täte ihr gefallen. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, so Anny. Der gebürtige Bregenzer und Zolldeklarant bei der Firma Flatz und sie sahen sich öfter und „dann habe ich mir gedacht, das könnte schon gehen“, schmunzelt der Jubilar mit einem liebevollen Blick auf seine Frau. Nach dem Konkurs der Firma Flatz war die Firma Kleiderbauer bis zum Ruhestand Johanns Arbeitgeber.

„Wir haben beide immer fleißig gearbeitet, und nachdem wir keine Kinder haben, sind wir jedes Jahr fünf Wochen in Urlaub gefahren. Mallorca, Griechenland und Frankreich haben uns sehr gut gefallen. Die Wintermonate haben wir 22 Jahre in Gran Canaria verbracht, das geht uns jetzt schon sehr ab, aber durch Johanns Krankheit ist das vorerst leider nicht möglich“, so das Paar.

Das Alter hat uns eingeholt

Nach einem Schwächeanfall von Johann und längeren Krankenhausaufenthalten kümmert sich die Jubilarin liebevoll um ihren Mann. Sie wird vom Krankenpflegeverein unterstützt, doch man sieht ihr die Sorge um ihn an. Zudem ist auch sie nicht ganz gesund und muss sich schonen. „Wir sind glücklich und zufrieden und hoffen, dass wir noch lange beisammen sein können“, so Anny, die sich darauf freut, Hand in Hand mit ihrem Johann im Sommer zum Schwimmen ins Strandbad zu gehen.

Die diamantene Hochzeit feiert das Paar vorerst im kleinen Rahmen zu Hause, und wenn es dem Jubilar besser geht, wird ein großes Fest nachgeholt.

Ein gewohntes Bild in Bregenz sind Anny und Johann Franz, wenn sie Hand in Hand durch die Stadt spazieren.  Fotos: Privat
Ein gewohntes Bild in Bregenz sind Anny und Johann Franz, wenn sie Hand in Hand durch die Stadt spazieren. Fotos: Privat