Im Sport gibt es keine Grenzen

Sport / 06.05.2015 • 18:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Reinerlös des E-Hockey-Cups fließt in vielseitige Projekte des Schulheims Mäder ein. Foto: privat
Der Reinerlös des E-Hockey-Cups fließt in vielseitige Projekte des Schulheims Mäder ein. Foto: privat

Zweiter Elektrorollstuhl-Cup des Schulheims Mäder am Samstag in Hard.

Hard. (VN-akp/jd) E-Hockey oder Elektrorollstuhlhockey ist eine Behindertensportart, welche bereits seit einigen Jahren unabhängig vom Alter in gemischten Teams ausgeübt wird. Spielberechtigt sind körperbehinderte Menschen, die im Alltag auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind und dadurch keine andere Teamsportart ausüben können. Gespielt wird nach einem international gültigen, spezifisch erstellten Regelwerk. Ein Team besteht aus vier Feldspielern und einem Torhüter, wobei mindestens zwei Spieler mit Festschläger gleichzeitig auf dem Feld sein müssen. Je nach Behinderung wird mit einem gewöhnlichen Unihockeyschläger (Freischläger) oder mit einer am Elektrorollstuhl montierten, speziell konzipierten Schaufel (Festschläger) gespielt.

Teams aus drei Nationen dabei

Einen Eindruck über die schnelle und variantenreiche Sportart, in der sowohl Teamarbeit, aber auch individuelle Fähigkeiten nötig sind, kann man sich am Samstag in der Sporthalle am See in Hard machen, wo der zweite E-Hockey-Cup des Schulheims Mäder ausgetragen wird. Neben dem Vorarlberger Team – dem einzigen in ganz Österreich – messen sich Teams aus der Schweiz und Deutschland im sportlichen Wettstreit.

Das Team des Schulheims Mäder mit dem Namen Rollende Titanen leistet dabei Pionierarbeit in Österreich. In Holland, Belgien, Deutschland, Finnland und Italien wird bereits seit einigen Jahren in Ligen gespielt. In Tschechien, Slowenien, Dänemark, Spanien un der Schweiz ist die Sportart genauso wie in Österreich noch im Aufbau begriffen. 2014 wurde nach Finnland (2004) und Italien (2010) in München die dritte Weltmeisterschaft des internationalen E-Hockeyverband (ICEWH) ausgetragen.

Zuschauer willkommen

„Eine volle Halle wäre ein toller Ansporn für uns. Vor zwei Jahren bei der Premiere sorgten die Fans jedenfalls für Gänsehautfeeling“, beschreibt der heimische Teamspieler Lucas Lerchenmüller. E-Hockey ist eines von mehreren Projekten, die Therapeuten und Pädagogen in Mäder anbieten. Seit 2009 trainiert das Team ein Mal pro Woche unter der Leitung der ausgebildeten Trainer Tamara Unger und Simon Weber, um Spielzüge oder Taktik zu erlernen und den Umgang mit dem Elektrorollstuhl zu perfektionieren.

Tolles Rahmenprogramm

Auf einem eigens aufgebauten Parcours können Interessierte selbst testen, wie sich die Fortbewegung im Rollstuhl anfühlt. In Kooperation mit Special Olympics geht um 15.30 Uhr ein Demonstrationsspiel im Floorball über die Bühne. „Unsere Mitarbeiter und Spieler sind intensiv in die Organisation der Veranstaltung eingebunden. Aber ohne die vielen Partner aus Hard, wie die Feuerwehr, die Wealloruschar und Handballer wäre die Durchführung dieses Events nicht möglich. Dank gilt den Partnern für die professionelle und unkomplizierte Unterstützung“, erklärte Arnt Buchwald, Geschäftsführer im Schulheim Mäder. Der Reinerlös aus dem Turnier fließt in verschiedene pädagogische und therapeutische Projekte im Schulheim Mäder ein.

Zwischen 10.30 und 15.15 Uhr werden am Samstag die Gruppenspiele ausgetragen, um 16 Uhr starten die Platzierungsspiele und um 17 Uhr wird dann das Finale angepfiffen.