Misstöne im deutschen Team

Sport / 06.05.2015 • 23:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nach dem 0:1 gegen die Schweiz gab es gegenseitige Vorwürfe.

Prag. Zur Abstiegsangst bei der Eishockey-WM kommen im deutschen Team nun auch noch Differenzen. Vor dem schweren Match heute gegen Schweden ist die Stimmung beim österreichischen Gruppengegner schlecht. Nach dem offensiven Offenbarungseid beim 0:1 gegen die Schweiz gab es gegenseitige Anschuldigungen. „Ich will es eigentlich nicht sagen, aber wir haben vier Wochen etwas trainiert und jetzt stehen wir drin und machen es anders. Das ist die Erklärung, ganz einfach“, betonte Hamburg-Stürmer Thomas Oppenheimer nach dem zweiten torlosen WM-Spiel binnen 48 Stunden.

Dies kann man durchaus als offene Kritik vor allem am Mannheimer Block mit sechs Meisterspielern und Coach Geoff Ward als WM-Assistenten von Bundestrainer Pat Cortina verstehen. Ward ist beim deutschen Team für das Überzahlspiel und das Coaching der Stürmer verantwortlich, kam aber wie seine Spieler nach der gewonnenen Meisterschaft erst in der Woche vor dem Turnierbeginn hinzu. Seitdem hapert es in der Offensive, das Verständnis auf dem Eis fehlt.

„Wir sollten nicht anfangen, gegenseitig auf uns zu zeigen. Das wäre der Anfang vom Ende“, sagte Cortina schon nach dem Kanada-Spiel. Es könnte nun tatsächlich so kommen. Gegen Lettland und Österreich drohen Zitterspiele, „die man gewinnen muss“, sagt Präsident Franz Reindl.