Einst und jetzt. Die Dogana in Feldkirch

Vorarlberg / 07.05.2015 • 18:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
2015
2015

Feldkirch. Wo heute die Marokkanerstraße die Neustadt mit der L190 verbindet, stand lange Jahre ein bekanntes Feldkircher Gebäude, die „Dogana“. Auf einer Fotografie, die circa 1900 entstand, ist es noch zu sehen (rechts der Bildmitte).

Nach 1400 wurde in der Neustadt das gotische Kauf-, Lager- und Warenumschlaghaus errichtet, wie Alt-Stadtarchivar Prof. Gerhard Wanner erläutert. Die Bezeichnung „Dogana“ ist ein Hinweis auf den lebhaften Handel Feldkirchs mit Oberitalien. 1919 riss man das 1824 renovierte Steingebäude größtenteils ab. Aber erst die französischen Befreier entfernten Anfang Mai 1945 die letzten Reste.

Der Grund: Ihre schweren Militärfahrzeuge, vor allem die amerikanischen Panzer, konnten nicht in und durch die Stadt fahren. Marokkanische Pioniere der französischen Armee schufen daher den neuen Straßendurchschnitt vom Schlossgraben in die Neustadt. Sie waren es auch, welche die am 3. Mai von Nazis gesprengte Felsenaubrücke mit einer Behelfsbrücke versahen. Daran erinnert noch heute der Marokkanerstern an der Kletterwand.

Fotos: Stadtarchiv Feldkirch, VN

ca. 1900
ca. 1900