„Es gibt immer eine Chance“

Sport / 07.05.2015 • 23:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alexander Pallestrang und Thomas Raffl gegen Frankreichs Stephane da Costa – auch heute gegen Tschechien ist für die ÖEHV-Cracks harte Arbeit angesagt. Foto: Reuters
Alexander Pallestrang und Thomas Raffl gegen Frankreichs Stephane da Costa – auch heute gegen Tschechien ist für die ÖEHV-Cracks harte Arbeit angesagt. Foto: Reuters

Österreich ist heute gegen WM-Gastgeber Tschechien in der Außenseiterrolle.

Prag. Jaromir Jagr und Co. und über 17.000 lautstarke Fans warten heute (16.15 Uhr) auf Österreichs Eishockey-Nationalteam. Am tschechischen Feiertag zum „Tag der Befreiung“ bekommt es die ÖEHV-Auswahl mit der Auswahl des WM-Gastgebers zu tun. Österreich will sich gegen den großen Favoriten so gut wie möglich verkaufen, ehe die entscheidenden Spiele gegen Lettland und Deutschland anstehen.

Das Duell mit Tschechien ist der Auftakt für die kompakte zweite Hälfte der WM-Gruppenphase mit vier Spielen in fünf Tagen. Dennoch setzt Teamchef Daniel Ratushny wieder auf Bernhard Starkbaum im Tor, im Sturm wird er aber frische Leute bringen.

Mit Ganahl und Woger

Manuel Ganahl wird diesmal mit von der Partie sein, Daniel Woger, der gegen Frankreich keine Eiszeit erhalten hatte, wird sich ebenfalls beweisen können. Wer stattdessen pausieren wird, steht noch nicht fest, weil einige Spieler kleinere Wehwehchen haben. Ratushny hofft, dass sein Team die guten defensiven Tugenden aus dem Frankreich-Spiel (0:2) mitnimmt, zudem aber auch offensiv mehr Akzente setzen kann. „Die Leistung gegen Frankreich war gut, außer in der offensiven Zone. Im Training war daher unser Fokus, mehr Torchancen zu kreieren“, erklärte der Kanadier.

Österreich geht als krasser Außenseiter ins Spiel, hat aber auch die Hoffnung auf eine ähnliche Sensation wie gegen die Schweiz nicht aufgegeben. „Lettland und Deutschland werden die wichtigsten Spiele sein, aber man weiß nie“, sagte Ratushny. „Im Eishockey hast du immer eine Chance. Wir gehen in jedes Spiel mit dem Ziel zu gewinnen.“

Bescheidene Bilanz

Allerdings ist die Bilanz gegen Tschechien bzw. die Tschechoslowakei so bescheiden wie sonst gegen kaum ein anderes Land. Gegen Tschechien (ab 1993) setzte es in neun Spielen neun Niederlagen, gegen die CSSR gab es den letzten Sieg vor über 83 Jahren (3:1 im Jänner 1932).

Die Spieler freuen sich jedenfalls auf ein Match in einmaliger Atmosphäre und erwarten voll motivierte Gegner. „Die Stimmung ist unglaublich, die werden nach vor gepeitscht von ihren Fans. Auch gegen Österreich, die werden den Fuß nicht vom Gas nehmen. Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagte Thomas Hundertpfund.

„Tschechien hat eine Top-truppe“, so Starkbaum. „Aber warum sollte nicht auch in dieser Partie was möglich sein? Wir wollen defensiv gut stehen und unsere Chancen nützen, dann schauen wir, was rauskommt“, meinte der bisher so sichere Rückhalt im ÖEHV-Tor.