Konsequentes Sparprogramm erarbeitet

Sport / 07.05.2015 • 21:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auszug aus dem Jahresabschluss per 30. Juni 2014 der Fanartikel GmbH.
Auszug aus dem Jahresabschluss per 30. Juni 2014 der Fanartikel GmbH.

Austria-Präsident Hubert Nagel will negatives Eigenkapital schnellstmöglich bereinigen.

Lustenau. Die Lizenzerteilung unter der Prämisse einer quartalsmäßigen Reorganisation ist an den Verantwortlichen des SC Austria Lustenau nicht spurlos vorbeigegangen. So hat der Präsident dem Klub ein rigoroses Sparprogramm verordnet, um schnellstmöglich wieder in den „schwarzen Bereich“ zu gelangen. Zudem ist Hubert Nagel nach wie vor nicht gut auf den Bundesliga-Vorstand zu sprechen: Weil er schon im Vorfeld der Lizenzierung darauf hingewiesen hatte, allfällige, notwendige Nachforderungen im Finanzbereich nachzuliefern.

Die Höhe des negativen Eigenkapitals der Austria Lustenau Fanartikel GmbH von fast 400.000 Euro hat aber auch bei Nagel Spuren hinterlassen. Aus seiner Sicht sind das die Nach- und Auswirkungen der Saison 2012/13, als der Bundesliga-Aufstieg sportlich verpasst wurde. So etwa wurde ein lukratives Geschäft mit Ingolstadt aus sportlichen Gesichtspunkten ausgelassen, als man Danilo Soares (23) nicht schon im Winter ziehen ließ, sondern erst nach dessen Vertragsende. So gab es für den Verein anstelle einer stattlichen Ablösesumme – von 300.000 bis 400.000 Euro war damals die Rede – „nur“ eine Ausbildungsentschädigung von gut 100.000 Euro. Wie ein „Rattenschwanz“ folgten auf die ausbleibenden sportlichen Erfolge schließlich weniger Zuschauer- und Sponsoren-einnahmen.

Gehaltseinbußen

Wichtig sei es, zu reagieren. Nagel nennt es eine „Last“, die man als Verein stemmen müsse. Gerade im Sponsorenbereich gebe es laut dem Lustenauer Präsidenten positive Signale, die das „Austria-Schiff“ wieder in Fahrt bringen sollten. Derweil werden auch die Spieler die Auswirkungen der angespannten Finanzsituation spüren. Neben einer Reduzierung des Profi-Kaders für die Saison 2015/16 werden die Akteure auch Gehaltseinbußen akzeptieren müssen. „Klar, dass sich die Begeisterung in Grenzen hält“, erzählt Nagel, der mit einigen Spielern schon über eine zehnprozentige Lohnreduktion gesprochen hat.