„Neue Pläne sind eine Aufwertung“

Vorarlberg / 07.05.2015 • 19:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Zukunft des Bludenzer Spitals wird gefestigt. Foto: Stiplovsek

Die Zukunft des Bludenzer Spitals wird gefestigt. Foto: Stiplovsek

SPÖ begrüßt Vorhaben, im LKH Bludenz wieder Protheseneingriffe zu ermöglichen.

bregenz, bludenz. (VN-mm) Die jüngst bekannt gewordenen Pläne der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), ab Sommer auch im Landeskrankenhaus Bludenz wieder orthopädische Operationen zu ermöglichen, kommen bei der SPÖ gut an. Deren Gesundheitssprecherin Gaby Sprickler-Falschlunger zeigt sich in einer Aussendung erfreut über die gesicherte Zukunft des Spitalstandorts Bludenz.

Zusammenarbeit

Wie die VN bereits ausführlich berichteten, werden die Abteilung für Orthopädie im Landeskrankenhaus Feldkirch und die Unfallabteilung des Landeskrankenhauses Bludenz zu diesem Zweck zusammenarbeiten. Das entsprechende Vertragswerk wurde von den Leitern der Abteilungen bereits unterschrieben. In Bludenz sollen vor allem die weniger frequentierten Sommermonate für endoprothetische Eingriffe genützt werden. Während der Skisaison ist die Unfallabteilung in Bludenz bekanntlich mehr als ausgelastet.

Gabi Sprickler-Falschlunger führt die nunmehrige Lösung auf eine Anfrage zurück, die sie im vergangenen Jahr an Gesundheitslandesrat Christian Bernhard gerichtet und in der sie auf die ungewisse Zukunft des Krankenhauses hingewiesen hatte, da Kinderabteilung und Urologie geschlossen worden waren. In diesem Zusammenhang thematisierte die SPÖ-Gesundheitssprecherin auch die teils langen Wartezeiten bei Eingriffen für Hüft- und Knieprothesen. Aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung werde der Bedarf bei diesen Eingriffen steigen, führte sie aus und wollte wissen, wie man begründet, dass im Sommer im Landeskrankenhaus Bludenz bei entsprechender personeller Ausstattung keine endoprothetischen Eingriffe durchgeführt werden.

Aufwertung des Standorts

„Offensichtlich hat unser Nachbohren Wirkung gezeigt“, nimmt sie für die SPÖ in Anspruch. Und: „Ich freue mich, dass der Standort mit dieser Spezialisierung nun gesichert ist. Das ist für die Region und die Bediensteten eine sehr gute Nachricht“, meint Sprickler-Falschlunger. Die neuen Pläne würden eine Aufwertung bedeuten. „Das ist ein wichtiger Schritt für das Landeskrankenhaus, sich langfristig einen Platz in der Vorarlberger Spitalslandschaft zu sichern“, gibt sich Sprickler-Falschlunger überzeugt. Anfangs sollen in Bludenz nur Hüft-Endoprothesen operiert werden. Eine Ausweitung auf Knie-Endoprothesen ist geplant.