Überfüllte ­Ambulanzen

Leserbriefe / 07.05.2015 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Spitalsambulanzen sind deswegen überfüllt, weil niedergelassene Ärzte zu wenig erreichbar sind, kritisiert eine VN-Leserin. FOTO: VN/HB
Spitalsambulanzen sind deswegen überfüllt, weil niedergelassene Ärzte zu wenig erreichbar sind, kritisiert eine VN-Leserin. FOTO: VN/HB

Immer wieder hören wir, dass die Ambulanzen in unseren Krankenhäusern mit Personen überfüllt sind, die nicht dorthin gehören, sondern eigentlich zum niedergelassenen Arzt gehen sollten. Mein Sohn kam kürzlich mit einem stark geröteten Auge nach Hause, und ich vermutete eine Bindehautentzündung. Da es wirksame Präparate nur über Rezept gibt, wollte ich einen Augenarzt aufsuchen. Von den sechs im Raum Dornbirn gelisteten Augenärzten war keiner am Nachmittag um 14 Uhr erreichbar. Bei allen lief ein Band, das am Ende der Ansage darauf verwies, die Augenambulanz in Feldkirch aufzusuchen! Wegen einer Bindehautentzündung? Das ist genau jener Fall, der wohl nicht in die Ambulanz gehört, weil er auch vom niedergelassenen Arzt behandelt werden kann.

Ich habe in meinem Unmut dann noch die Ärztekammer angerufen, weil ich vorschlagen wollte, dass man mit ein wenig Koordination es vielleicht schaffen könnte, dass von diesen sechs Ordinationen zumindest eine ganztags besetzt ist. Aber auch dort lief nur ein Band: Am Nachmittag leider nur für Mitglieder erreichbar! Also fahren wir weiter in die Ambulanz.

Dr. Martina Hladik,
Steinebach 3, Dornbirn