„Es ist höchste Zeit für Verbesserungen“

Vorarlberg / 08.05.2015 • 21:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dieter Egger stellt Bürgermeister die Rute ins Fenster. Foto: Hagen
Dieter Egger stellt Bürgermeister die Rute ins Fenster. Foto: Hagen

Hohenemser FPÖ fordert Änderung des Verkehrskonzepts und schließt Volksbefragung nicht aus.

Hohenems. (ha) Unnötige Einbahnregelungen, komplizierte Umleitungen, verärgerte Bürgerinnen und Bürger, verzweifelte Besucher der Innenstadt: Nach Meinung der Hohenemser Freiheitlichen herrscht in Hohenems das reinste Verkehrschaos. Sollte der Bürgermeister nicht umgehend aktiv werden und das Thema schon in der nächsten Stadtvertretungssitzung zur Sprache bringen, wollen die Blauen umgehend eine Volksbefragung zum Thema Innenstadtverkehr initiieren.

Gestern legten die Stadträte Dieter Egger und Friedl Dold eine lange Liste von Maßnahmen zur Verbesserung des bestehenden Verkehrskonzeptes vor. Als besonders ärgerlich bezeichnen sie die Einbahnregelung vor dem Rathaus, weil Autofahrer, die vom Zentrum in Richtung Schwefel und Götzis fahren wollen, weite Umwege in Kauf nehmen müssen. Auch im nördlichen Teil der Stadt, im Bereich Harrachgasse/Marktstraße seien geltende Ein- und Durchfahrtverbote umgehend aufzuheben. Ebenso sind den Blauen zu viele Ampeln auf der Umfahrungsstraße ein Dorn im Auge. Die Freiheitlichen verweisen auch auf das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage: 84 Prozent der Befragten lehnen das Verkehrskonzept ab, nur zwei von hundert beurteilen die aktuelle Verkehrsführung mit „sehr gut“.

„Nicht nur die Innenstadt leidet unter dem Verkehrskonzept, auch umliegende Wohngebiete sind vom Umfahrungsverkehr betroffen“, kann Egger die ständigen Änderungen der Regelungen rund um den Schlossplatz nicht nachvollziehen. Keine Freude hat er mit dem „rigorosen Vorgehen der Polizei“, die in den letzten Jahren einige 100.000 Euro an Strafmandaten von Autofahrern, die bewusst oder unbewusst gegen die Regelungen verstoßen haben, kassierte.

Die Lösung des Emser Verkehrsproblems würde, so die FPÖ, der baldige Umbau des Schlossplatzes und die Neugestaltung der Innenstadt bringen, verbunden mit entsprechenden Zu- und Ausfahrten. Egger und Dold könnten sich dabei auch den Bau einer Stadtgarage direkt im Zentrum nach dem Vorbild Dornbirns gut vorstellen.

Verkehrsprobleme gibt es nicht nur in der Innenstadt, sondern auch außerhalb. Mitschuld an den täglichen Staus im Bereich großer Kreuzungen, vor allem aber beim Hornbach-Kreisverkehr, sei die Stadt Dornbirn, die den Bau der neuen Verbindung zwischen dem Betriebsgebiet Wallenmahd und der A 14, die sich positiv auf das Verkehrsaufkommen in Hohen­ems auswirken würde, seit Jahren bewusst verzögere.

Der Emser Bürgermeister Richard Amann kann dem Vorstoß der Freiheitlichen in Bezug auf den Innenstadtverkehr nichts abgewinnen: „Ihre Vorstellungen widersprechen der Zielsetzungen für die Entwicklung der Innenstadt.“ Das derzeitige Konzept sei unter langjähriger, breiter Bürgerbeteiligung entstanden.