„Heute waren wir das ganze Spiel hellwach“

Sport / 08.05.2015 • 22:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit seinem starken linken Bein erzielte Marcel Schreter das 3:0, wie er hier andeutet. Seifedin Chabbi (3. v. r.) traf als Joker ebenfalls. Foto: gepa
Mit seinem starken linken Bein erzielte Marcel Schreter das 3:0, wie er hier andeutet. Seifedin Chabbi (3. v. r.) traf als Joker ebenfalls. Foto: gepa

Austria siegt mit 3:1 in Hartberg. Der Klassenerhalt ist damit so gut wie fixiert.

hartberg. (VN-dom) Aufatmen im Lager von Austria Lustenau. Die Mannschaft von Trainer Lassaad Chabbi siegte beim Schlusslicht Hartberg mit 3:1 und kann sich damit schon fast sicher über den Ligaverbleib freuen. „Die letzte Partie gegen den LASK haben wir verschlafen. Heute waren wir das ganze Spiel hellwach. Wir haben über 90 Minuten Druck gemacht und Hartberg keine Chance gelassen“, so der hochzufriedene Chabbi. Hochzufrieden dürfte auch Hubert Nagel sein. Der Präsident feierte gestern Geburtstag. „Das war das beste Geschenk, das wir unserem Präsidenten machen konnten“, freut sich Chabbi.

Wieder einmal konnte der Coach auf die Torgefährlichkeit seines Innenverteidigers bauen. Christoph Kobleder reagierte nach einem Verteidigungsfehler der Hartberger schneller als Goalie Berger und stellte auf 1:0 für die Gäste. Diesen Vorsprung verwaltete die Austria sicher bis weit in die zweite Hälfte. Dann war es der eingewechselte Trainer-Sohn Seifedin Chabbi, der mit einem sehenswerten Schlenzer in die rechte Kreuzecke auf 2:0 erhöhte (61.). „Mein Sohn hat gelernt, dass er gut Fußball spielen muss, wenn er Tore schießen will“, meint der Trainervater und lacht. Sieben Minuten vor Schluss machte der ebenfalls eingewechselte Marcel Schreter dann mit seiner Routine alles klar. Nachdem er an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor an den Ball kam, reichte ihm eine schnelle Drehung, sein Schuss landete unhaltbar für Berger zum 3:0 in den Maschen. Hartberg hatte dem wenig entgegenzusetzen, der Treffer von Lembäcker in der Nachspielzeit war reine Ergebniskosmetik.

Spannung hochgehalten

Aufgrund von Verletzungen und Sperren rotierte Chabbi wieder. Das sieht der Coach aber nicht als Nachteil: „Beim Abschlusstraining waren fünf Positionen offen. Die Spieler haben nicht gewusst, ob sie auflaufen oder nicht. Das hat die Spannung hochgehalten, mit Erfolg. Zwei eingewechselte Spieler haben ein Tor gemacht, alle haben auf ihren Einsatz gebrannt. Außerdem habe ich ihnen gesagt, dass, wenn wir gewinnen, sich Hartberg aus der Erste Liga verabschieden muss. Das war noch eine zusätzliche Motivation.“

Bereits am Dienstag geht es für die Austria weiter im Programm. Kapitän Christoph Stückler und Co. wollen den Schwung aus dem Hartberg Spiel direkt nach Mattersburg mitnehmen und auch dort punkten. „Mit einem Sieg in Mattersburg wäre das Thema Klassenerhalt endgültig abgehakt. Aber das ist nicht unser eigentliches Ziel. Wir wissen, was wir können und schauen nach vorne. Am Schluss der Meisterschaft wollen wir auf dem vierten Platz liegen“, erklärt Coach Chabbi.

Aus den letzten acht Spielen hat die Austria 16 Zähler geholt. Darauf will sich der Trainer aber auf keinen Fall ausruhen: „Wir werden auf dem Boden bleiben und weiter gut arbeiten.“

Fußball – Sky Go Erste Liga 2014/15

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32. Spieltag

TSV Hartberg – SC Austria Lustenau 1:3 (0:1)

Profertil Arena, 1000 Zuschauer, SR Weinberger (W)

Torfolge: 22. 0:1 Kobleder, 61. 0:2 Chabbi, 83. 0:3 Schreter, 90.+2 1:3 Lembäcker

Gelbe Karten: 41. Prutsch (Hartberg/Kritik), 49. Sakic, 50. Wolf (beide Austria/Foul), 64. Sencar, 88. Gremsl (beide Hartberg/Foul)

TSV Hartberg (4-2-3-1): Berger; Frieser (67. Gremsl), Rotter, Mislov, C. Kröpfl; Gluhak, Posch; Prutsch, Prskalo (76. Ried), Sencar; Friesenbichler (23. Lembäcker)

SC Austria Lustenau (4-2-3-1): Knett; Sakic, Christoph Stückler, Kobleder, Sobkova (76. Schreter); Bolter, Wolf; Jailson, Aschauer (58. Chabbi), Zachhuber; Tadic (86. Özüyer)