Mit Rekordergebnis den Hemmnissen getrotzt

Markt / 08.05.2015 • 22:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sparkassen-Vorstandschefs: Martin Jäger (Bregenz), Werner Böhler (DO), Christian Ertl (BZ), Anton Steinberger (FK), Hermann Bachmann (Egg).    
Sparkassen-Vorstandschefs: Martin Jäger (Bregenz), Werner Böhler (DO), Christian Ertl (BZ), Anton Steinberger (FK), Hermann Bachmann (Egg).    

2014 war für Vorarlberger Sparkassen trotz Herausforderungen von Erfolg gekrönt.

Dornbirn. (VN-reh) Fast genau vor einem Jahr blickte Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, mit Sorge auf das Jahr 2014. Wegen den Rahmenbedingungen erwartete er sich ein anspruchsvolles Geschäftsjahr. Das ist es auch geworden. Die wirtschaftliche Entwicklung hinkte hinterher, was natürlich auch die Kreditinstitute zu spüren bekamen. Dazu gesellte sich ein historisches Zinstief. Nicht einfach also, wenn es doch die Aufgabe der Regionalbank ist, Kundengelder entgegenzunehmen und in Form von Krediten weiterzugeben.

Die Vorarlberger Sparkassen haben sich diesem Druck gestellt und gewonnen. Das operative Ergebnis wurde um über 30 Prozent ausgebaut. Selbst wenn man den bilanztechnischen Sondereffekt im Jahr 2013 ausklammert, der ertragsmindernd zu Buche schlug, liegen die Sparkassen deutlich über den im Jahr 2012 erzielten 30 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wuchs 2014 sogar um knapp 45 Prozent – ein neuer Höchststand, für den vor allem verringerte Risikokosten verantwortlich sind. Man habe eine verantwortungsbewusste Kreditvergabe. Heißt: Kredite würden in der Region vergeben und grundsätzlich nur für vernünftig realisierbare Projekte. Und von diesen wurden 2014 sogar mehr vergeben. Das strafe all jene Lügen, die von einer Kreditklemme sprechen. Vor allem im privaten Wohnbau wurde mehr finanziert. Auf eine Reduktion schaut man nur bei Krediten in Fremdwährungen. Deren Anteil hat sich in den letzten Jahren auf nunmehr 27,2 Prozent reduziert.

Sorgen bereiten den Sparkassen nach wie vor die „überbordende Bürokratisierung“. Man sei mittlerweile mit Vorschriften konfrontiert, die für das Geschäftsmodell regionaler Banken völlig überzogen seien. Wegen dem daraus resultierenden Kostendruck will man bei den Sparkassen verstärkt Sach- und Personalkosten einsparen.

Bilanz

Vorarlberger Sparkassen 2014
» Betriebsergebnis: 36,5 Mill. Euro (+31,1 %)
» EGT: 30,4 Mill. Euro (+44,7 %)
» Bilanzsumme: 4,9 Mrd. Euro
(-0,8 %)
» Forderungen an Kunden: 3,6 Mrd. Euro (+2,2 %)
» verwaltete Kundengelder: 4,3 Mrd. Euro (+1,7 %)
» Eigenmittelquote: 19,9 %
» Kernkapitalquote: 18,6 %
» Anzahl der Mitarbeiter: 851