Sackgasse

Leserbriefe / 08.05.2015 • 18:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

EU und Euro

Volksabstimmung über den Euro-Austritt in Griechenland abgewürgt, der verantwortliche Ministerpräsident zurückgetreten. In Österreich vor dem EU-Beitritt wurde versprochen, den Schilling behalten zu können – dann Euro-Einführung ohne Volksabstimmung. Abstimmungen (EU-Verfassung) werden, bis das genehme Ergebnis vorliegt, wiederholt (Irland). ESM-Sitzungen sind geheim, dessen Gouverneure genießen diplomatische Immunität. Den Euro stabilisierende Verträge (Maastricht) werden mehrfach gebrochen, die Budgethoheit souveräner Staaten verletzt und damit wider die Verfassung Volksvermögen und Steuergelder (41 Mrd. Euro aus Österreich) für die Rettung bankrotter Staaten und Banken durch ESM/EFSF veruntreut. Die Europäische Zentralbank kauft Schrottpapiere von Zombiebanken und Anleihen insolventer Staaten zum Nennwert, wodurch zusätzlich durch massives Gelddrucken der Euro aufgeweicht und die Spannung im Euro aufgrund fehlender flexibler Wechselkurse zwischen wirtschaftlich unterschiedlichen Ländern immer größer wird – Teuerungsraten von bis zu
30 % pro Jahr bei Lebensmitteln als Draufgabe. In der Ukraine wird eine Putschregierung mit Rechtsradikalen hofiert. Gleichzeitig werden sinnlose Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen, die allein für Österreich knapp drei Mrd. Euro Verluste und den Abbau von 45.000 Arbeitsplätzen (lt. Wifo) bedeuten. An die Herren Faymann, Mitterlehner und Kurz: Sind Sie sicher, dass Sie noch im Interesse der Österreicher handeln, solange Sie dieses Chaos weiter tolerieren und für Österreich keine Konsequenzen ziehen, dafür Alibi-Steuerreformen und Sparpakete umsetzen?

Dieter Henn,

Rathausgasse 11,

Bludenz