Tsipras bleibt optimistisch

Politik / 08.05.2015 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Premier Alexis Tsipras am Freitag im Athener Parlament.  REUTERS
Premier Alexis Tsipras am Freitag im Athener Parlament. REUTERS

Griechenlands Schulden sind Montag auf der Tagesordnung der Euro-Finanzminister.

athen. (VN) Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras zeigt sich optimistisch über ein baldiges Ende des Schuldenstreits mit seinen internationalen Kreditgebern. Athen unternehme alles, um ein Abkommen mit seinen Gläubigern zu erreichen, sagte Tsipras am Freitag im Athener Parlament.

EU-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem bestätigte, dass es Fortschritte gebe. Er schloss am Freitag aber aus, dass bereits am Montag beim Treffen der Euro-Finanzminister ein Durchbruch erreicht werde: „Wir werden mehr Zeit brauchen.“ Es geht um die Freigabe der letzten Tranche über 7,2 Milliarden Euro aus dem bis Ende Juni verlängerten Rettungsprogramm. Athen braucht das Geld, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Bisher legte Athen den Ländern der Eurogruppe jedoch keine überzeugenden Reform- und Sparmaßnahmen vor.

Politischer Wille gefordert

Laut Tsipras hänge eine Vereinbarung nicht länger von technischen Fragen ab, sondern vom politischen Willen der Kreditgeber. Sollte eine Einigung fehlschlagen, würde dies Europa treffen. Die griechischen Verhandlungen mit der EU und dem IWF – die bisher schon rund 240 Milliarden Euro in den Schuldenstaat investiert haben – stocken seit dem Regierungswechsel im Jänner.