Vorarlberg zahlt eine der höchsten Wohnbeihilfen

Vorarlberg / 08.05.2015 • 21:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz. (VN-mm) Dass der Bezug von Wohnbeihilfe in Vorarlberg seit Jahren mehr oder minder stabil ist, verwunderte, wie berichtet, vor allem Armut-Experten. Wohnbaureferent und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser wiederum zeigt sich über deren Reaktion verwundert. Er verweist auf eine aktuelle Untersuchung, laut der Vorarlberg mit durchschnittlich 219 Euro pro Haushalt und Monat eine der bundesweit höchsten Wohnbeihilfen hat. Zum Vergleich: Salzburg und das Burgenland zahlen 106 Euro aus. „Das zeigt, dass wir hier im Land über sehr großzügige Richtlinien verfügen, aber auch am Plafond sind“, meint Rüdisser. Gründe für die unterschiedlich hohen Beträge sind unterschiedliche Berechnungsmethoden und Begrenzungen bei den Wohnbeihilfen.

Nichts abgewinnen kann Karlheinz Rüdisser der von Michael Natter von der Caritas erhobenen Forderung nach einem einheitlichen Mietzinssatz als Grundlage für die Berechnung der Wohnbeihilfe. Natter hatte bemängelt, dass Mieten häufig weit über der Ortsüblichkeit liegen würden und Wohnungen damit für viele nicht erschwinglich seien. Rüdisser kontert: „Ich kann doch nicht die Mieten von Alberschwende und Bregenz miteinander vergleichen.“ Die Problematik sei schon oft diskutiert, bis jetzt jedoch kein besseres System als das geltende gefunden worden.