Vorschläge für
Familiensynode

Leserbriefe / 08.05.2015 • 18:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bischof Benno Elbs kann einen Rucksack voll guter Vorschläge den österreichischen Diözesen im Herbst zur Familiensynode mitnehmen. Da heißt es u. a., die Kirche solle zuerst auf die Betroffenen hinhören und ihre wirkliche Situation­ wahrnehmen, bevor sie darüber zu sprechen beginnt. Die pastorale Sprache solle Wertschätzung für das Bemühen der Menschen um ein gutes und richtiges Leben ausdrücken, auch dort, wo manches oder vieles nicht gelingt.

Die Kirche solle alle begleiten, heilen und trösten und niemanden ausschließen, auch die wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuell Liebenden nicht. In Bezug auf Letztere solle das Kriterium der Liebe und Treue herangezogen werden. Es wird eine Neubewertung der Sexualität gewünscht. Außerhalb der Ehe gelebte Sexualität soll nicht mehr ausnahmslos als Sünde gelten. Es soll ein grundsätzlich positives Verhältnis zu verantwortlich gelebter Sexualität gefunden werden. Von der Synode wird auch eine offizielle Vergebungsbitte für all das Leid, das im Namen der bisherigen Lehre verursacht wurde, erhofft.

Pfr. Helmut Rohner, Bahnhofsstraße 18/10,

Dornbirn