Eccelstone hofft auf Audi

Sport / 10.05.2015 • 19:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Unglücklich mit dem Motorenpartner: Dietrich Mateschitz.. Foto: apa
Unglücklich mit dem Motorenpartner: Dietrich Mateschitz.. Foto: apa

An einen Ausstieg von Red Bull glaubt der Chefvermarkter nicht.

Barcelona. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone würde einen Einstieg des Volkswagen-Konzerns in die Königsklasse des Motorsports begrüßen. „Es wäre großartig, wenn sie kommen würden“, sagte der 84-jährige Brite beim Spanien-Grand Prix im Gespräch mit der Austria Presse Agentur. Ob der Kauf des Red-Bull-Teams ein wahrscheinliches Szenario sei, darauf wollte sich Ecclestone nicht festlegen.

Die Gerüchte über den geplanten Formel-1-Einstieg von VW mit seiner Premiummarke Audi hatten nach der Entmachtung von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch Ende April wieder Fahrt aufgenommen. Piëch galt als entschiedener Gegner davon. Als möglicher Partner ist Red Bull im Gespräch, zumal
den österreichisch-englischen Rennstall mit dem aktuellen Motorenlieferanten Renault Probleme plagen.

Den Ärger von Red Bull über das aktuelle Motorenreglement kann Ecclestone nachvollziehen. „Ich verstehe das, ich bin auch nicht glücklich damit“, erklärte der Chefvermarkter. An einen drohenden F-1-Ausstieg der Bullen, wie ihn Konzernchef Dietrich Mateschitz bei ausbleibenden Verbesserungen bereits in den Raum gestellt hat, glaubt er dennoch nicht. „Sie werden nicht aussteigen, das will ich vermeiden“, betonte Ecclestone.

Ob ein Verkauf oder Teilverkauf von Red Bull an VW eine realistische Option sei? Ecclestone: „Das kann ich nicht sagen, da müsst ihr sie selbst fragen.“ Mateschitz war in Montmelo bei Barcelona allerdings nicht anzutreffen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren verzichtete der Red-Bull-Boss diesmal auf einen Besuch des Europa-Auftakts.