Eventcenter wird ein Fall für den OGH

Vorarlberg / 10.05.2015 • 19:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 28. März 2015.
VN-Bericht vom 28. März 2015.

Der Betreiber des Unterhaltungszentrums in Lauterach hat Rekurs beim Obersten Gerichtshof eingelegt.

Bregenz. (VN-ram) Alles begann mit einem groß angelegten Projekt: Im Lauter­acher Industriegebiet war ein Unterhaltungscenter entstanden, das nicht nur die Großraumdisko A14 beherbergte, sondern junge Besucher auch mit Cineplexx und Bowling-bahn anlocken sollte. Zumindest in diesem Bereich ist das EDRO-Eventcenter ein Hit, zahlreiche Kunden strömten bald nach der Eröffnung in die Betriebe. Doch der Betreiber geriet dennoch in finanzielle Schieflage. Die Baukosten waren aus dem Ruder geraten und auch der Zeitplan für den Bau konnte nicht eingehalten werden. Erst mit zwei Jahren Verspätung hatte das Unterhaltungszentrum 2006 letztendlich seine Pforten geöffnet. Doch sofort waren kostspielige Umbauten wegen baulicher Mängel nötig, und weitere zeitliche Verzögerungen damit verbunden. Im Mai 2012 musste schließlich ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Betreibers eingeleitet werden.

Letzte Instanz

Nachdem die Volksbank Immobilien vergeblich nach einem Käufer für das Unterhaltungscenter gesucht hatte, blieb nur noch der Weg zum Gericht und zur Zwangsversteigerung. Diese hätte eigentlich am Freitag in der vergangenen Woche stattfinden sollen. Doch zu der Verhandlung kam es nicht. Der Grund: Der Betreiber hat das Rechtsmittel eines außerordentlichen Revisionsrekurses gegen die Exekutionsbewilligung eingelegt, wie es aus Bezirksgerichtskreisen heißt. Zuständig ist der Oberste Gerichtshof. Er ist die letzte Instanz. Bei einer negativen Entscheidung bleibt Dobrez nur noch der Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.