Gedenken an die 100.000 Toten

Politik / 10.05.2015 • 22:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Rund 22.000 Menschen nahmen am Sonntag an den Gedenkfeiern im ehemaligen KZ Mauthausen teil, darunter auch 50 Überlebende.  FOTO: EPA
Rund 22.000 Menschen nahmen am Sonntag an den Gedenkfeiern im ehemaligen KZ Mauthausen teil, darunter auch 50 Überlebende. FOTO: EPA

Feierlichkeiten anlässlich 70 Jahre Befreiung des KZ Mauthausen.

Mauthausen. (VN) Am Sonntag gedachten 22.000 Menschen der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen durch die US-Armee vor 70 Jahren, am 5. Mai 1945. Unter den Teilnehmern waren 50 Überlebende des größten KZ auf Österreichs Boden, in dem damals 100.000 Insassen starben – vorwiegend Juden, Sinti, Roma, Polen, Russen und Tschechen. „Die Unmenschlichkeit von damals bekämpfen wir am besten, indem wir die Unmenschlichkeit von heute bekämpfen“, sagte Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen-Komitees, mit Blick auf aktuelle Flüchtlingszahlen. Unter den Gästen waren Bundespräsident Heinz Fischer, SP-Nationalratspräsidentin Doris Bures, ein großer Teil der Regierung mit SP-Kanzler Werner Faymann und VP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Oppositionspolitiker, EU-Politiker sowie viele ausländische Staatsgäste.

„Dieser Ort mahnt uns an eines der schrecklichsten Kapitel unserer Geschichte und an die Lehren, die wir daraus ziehen müssen“, sagte Faymann: „Niemals vergessen, Werte wie Toleranz, Demokratie, Gewaltfreiheit und Solidarität hochhalten.“