Rapid bricht Altacher Heimserie

Sport / 10.05.2015 • 22:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hängende Köpfe bei den Altachern Benedikt Zech (links) und Felix Roth (rechts). Im Hintergrund jubeln die Rapid-Spieler nach einem Torerfolg. Foto: gepa
Hängende Köpfe bei den Altachern Benedikt Zech (links) und Felix Roth (rechts). Im Hintergrund jubeln die Rapid-Spieler nach einem Torerfolg. Foto: gepa

Hütteldorfer drehten in elf Minuten Spiel im Schnabelholz und feierten 3:1-Erfolg.

Altach. Lange sah der Cashpoint SCR Altach im Spitzenspiel der Fußball tipico Bundesliga gegen Rapid Wien wie der sichere Sieger aus. In der Partie um Platz zwei in der Tabelle führte das Team um Trainer Damir Canadi nach einem Kopfball-Tor durch Felix Roth (25.) mit 1:0, doch Robert Beric (79./86.) mit einem Doppelpack und Philipp Schobesberger (89.) drehten das Match in der Schlussphase zugunsten der Wiener. Damit endete auch die imposante Heimserie der Altacher, die seit August 2014 (insgesamt neun Spiele) im eigenen Stadion ungeschlagen waren.

Starke erste Hälfte

Die rund 7000 Zuschauer bekamen von Beginn an ein rassiges Duell zu sehen, das in der ersten Viertelstunde einem offenen Schlagabtausch glich. Vor allem die Hausherren starteten furios und hatten bereits nach drei Minuten den Führungstreffer durch Louis Ngwat-Mahop auf dem Fuß. Doch der Angreifer bugsierte das Leder aus kurzer Distanz weit über das Rapid-Gehäuse. Altach wirkte bissiger als der Gegner und gewann auch die entscheidenden Zweikämpfe. Auf der anderen Seite hatte Rapid-Goalgetter Robert Beric (11.) mit einem Kopfball an die Querlatte Pech. Kurios und selten dann das 1:0 für die Hausherren. Einen weiteren Einwurf von Benedikt Zech köpfte der heranstürmende Felix Roth aus elf Metern unhaltbar ins linke Tormanneck. Mit diesem Treffer ging erstmals für die Altacher die Türe in die Fußballkönigsklasse auf, Rapid war zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei verdrängt.

Leider verabsäumten es Hannes Aigner (7./29.), Felix Roth (35.) und Andreas Lienhart (42.) nach tollem Konterspiel, vor der Pause das 2:0 zu erzielen. Weiters hätte Rapid-Abwehrspieler Thomas Schrammel, hatte bereits Gelb, in der 29. Minute nach einem absichtlichen Handspiel von Schiedsrichter Oliver Drachta vom Platz gestellt werden müssen. So aber ging es mit der knappen, aber dennoch hochverdienten 1:0-Führung für die Rheindörfler in die Kabinen.

Kobras unglücklich

In Hälfte zwei kamen die Gäste mit etwas mehr Schwung aufs Spielfeld, ohne jedoch richtig gefährlich zu werden. Lediglich Beric (52.) scheiterte nach Vorlage von Philipp Schobesberger aus kurzer Distanz. Altach zog sich mehr und mehr zurück und beschränkte sich aufs Kontern. Die Taktik des Gastgebers ging bis zur 79. Minute auf: Doch dann bestrafte Beric praktisch aus dem Nichts die Altacher per Seitfallzieher mit dem Ausgleich. Als dann sieben Minuten später Altach-Torhüter Martin Kobras einen Schuss des eingewechselten Deni Alar fallen ließ, staubte Beric zu seinem 22. Saisontor ab. Und als Schobesberger drei Minuten später Kobras umkurvte und zum 3:1-Endstand traf, waren die Altacher Träume auf Rang zwei endgültig begraben. Dennoch war die Leistung der Hausherren über weite Strecken des Spiels europareif.

In der zweiten Halbzeit haben wir vieles besser gemacht und deshalb auch verdient gewonnen.

zoran barisic

Fußball – tipico Bundesliga 2014/15

30. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – SK Rapid Wien 1:3 (1:0)

Cashpoint Arena, 7104 Zuschauer, SR Drachta (Oö)

Torfolge: 25. 1:0 Roth (Kopfball), 79. 1:1 Beric, 86. 1:2 Beric, 89. 1:3 Schobesberger

Gelbe Karten: 13. Schrammel (Rapid/Foulspiel), 21. Zech (Altach/Foulspiel), 58. Aigner (Altach/Handspiel), 73. Max Hofmann (Rapid/Foulspiel), 76. Prokopic (Altach/Foulspiel), 81. Pavelic (Rapid/Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (4-4-2): Kobras/3; Lienhart/2, Ortiz/2 (82. Gercaliu/0), Zwischenbrugger/2, Zech/2; Salomon/3, Prokopic/3, Roth/2, Schreiner/3 (46. Tajouri/3); Ngwat-Mahop/3, Aigner/3

SK Rapid Wien (4-2-3-1): Maric/3; Pavelic/3, Sonnleitner/3, Max Hofmann/3, Schrammel/2; Behrendt/3 (66. Prosenik/3), Schwab/2; Schobesberger/3, Steffen Hofmann/2 (88. Grahovic/0), Florian Kainz/3 (86. Alar/0); Beric/2

Notenschlüssel: Nach dem Schulnotensystem, von 1 (sehr) bis 5 (nicht genügend). 0 = zu kurz eingesetzt